Wagenhoff: Planung des Skaterplatzes nimmt langsam Formen an / Jugendliche wünschen sich Zaun

Mit Inlinern und Rädern über Rampen

Die Rampen am Wagenhoffer Skaterplatz sind abgängig. Die Jugendlichen wünschen sich auch eine Verbesserung der Hütte (im Hintergrund). Fotos: Scholz

Wagenhoff. „Wir haben grobe Vorstellungen, aber eine Einigung fällt uns schwer, weil auch jeder andere Ideen und Wünsche hat“, sagt Joel Reitmeyer, der stellvertretend für die Jugendlichen beim Treffen mit Wagenhoffs Bürgermeister Hartmut Bödecker am Dienstag über die Zukunft des Skaterplatzes sprach.

Ein weiteres Problem: „Wir wissen nicht genau, wie die Rampen positioniert werden sollen, denn wir können nicht einschätzen, wieviele Rampen auf den Platz passen“.

Über eines sind sich die Jugendlichen aber schon einig. Es soll eine Zaunumrandung zweier Fußballtore geben, damit die Bälle nicht immer „davon fliegen“. Einigkeit herrscht auch darüber, dass es ein massiver Zaun werden müsse, welcher nur kleine Maschen besitzt, damit die Bälle dann nicht doch noch ihren Weg nach draußen finden. Die Tore sind bereits vorhanden. „Der Rat wird Anfang Dezember darüber beraten“, verspricht Bödecker und holt noch einmal Prospekte mit Angeboten von Skaterrampen hervor. „Habt ihr euch denn schon etwas ausgeguckt?“, fragt er in die Runde. Das Ersetzen der Rampen ist vonnöten, denn „die Rampen sind abgängig und nicht mehr zu reparieren. Aber sie sind auch bestimmt schon 15 bis 20 Jahre alt“, erläutert der Bürgermeister.

Der Skaterplatz in Wagenhoff wird nun unterteilt. Es soll auch ein umzäuntes Fußballfeld geben.

Derzeit bestehen die Rampen aus Holz. Die Jugendlichen wünschen sich Betonrampen. „Das sieht viel professioneller aus und ist auch besser zu reinigen“, zeigen Joel Reitmeyer und sein Freund Justin Deipenau auf. Ein Blick auf die Broschüre lässt sie allerdings zurückschrecken: „Die Preise sind nicht ohne, und hier steht, dass es bei Betonrampen Folgekosten gibt.“ Bödecker fügt an, dass bei Rampen aus Edelstahl ebenfalls im Nachhinein die Möglichkeit bestehe, diese zu verrücken und neu zu positionieren. Betonteile jedoch stehen dann fest. Zur besseren Vorstellung dient ein Rampenausschnitt. „Das besteht aus zwei Zentimetern Holz und dann aus einer ungefähr zehn Millimeter starken Kunststofflauffläche“, erklärt Bödecker. Erstaunt sind die beiden Jungen auch über einen weiteren Vorteil der Edelstahlrampen: „Edelstahl ist elastischer und federt Sprünge ab. Wir müssen doch noch einmal gründlich abwägen, was wir nun wollen“, stellen die Jugendlichen fest. Gemeinsam wollen die Jugendlichen und Bürgermeister Bödecker in der kommenden Woche den Skaterplatz zusammen ausmessen und einen Rampenplan anlegen, um so auch besser einschätzen zu können, was für Wagenhoff in Frage komme. Eine weitere Möglichkeit wäre auch, so Bödecker, sich bereits vorhandene Rampen an andere Orten anzusehen und zu testen. Das hilft sicherlich dabei, realistische Vorstellungen der Jugendlichen auszubilden.

„Ein Kombinationsgerät wäre auch nicht schlecht, denn die Meisten von uns sind entweder mit Inlinern oder auf BMX-Rädern unterwegs“, erläutert Joel Reitmeyer. Bödecker hebt hervor, dass die Jugendlichen die Möglichkeit haben, ihren Platz zu gestalten, denn „schließlich sollt ihr ihn dann auch benutzen“.

Neben den Planungen zu den Skaterrampen hatten die Jugendlichen aber auch noch weitere Fragen. „Was passiert mit der Hütte auf dem Platz? Wie steht es um die Laterne? Wir hatten auch überlegt, ob wir die Hütte streichen könnten, denn sie ist nicht winddicht. Es pfeift durch die Wände und durch alle Ritzen, und wenn es regnet, dann läuft es rein“, gibt Reitmeyer zu Bedenken.

Schritt für Schritt sei hier die Methode – es könne nicht alles direkt finanziert werden, aber „ein Eimer Farbe sollte wohl möglich sein“, sagt Bödecker. Er erkennt und nimmt die Fragen, Anregungen und Erfahrungswerte der Jugendlichen auf und will sie im Rat besprechen.

Von Maike Scholz

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