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Wesendorfs Erste Samtgemeinderätin Kathrin Rösel würde Bundestagsmandat annehmen

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Von: Dennis Klüting

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Wesendorfs Erste Samtgemeinderätin Kathrin Rösel wird, falls es ihr angeboten wird, das Bundestagsmandat für den Wahlkreis Rotenburg-Heidekreis annehmen.
Wesendorfs Erste Samtgemeinderätin Kathrin Rösel wird, falls es ihr angeboten wird, das Bundestagsmandat für den Wahlkreis Rotenburg-Heidekreis annehmen. © Archivfoto: Klüting

Wesendorf. Reinhard Grindel ist der neue Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Er hat bereits angekündigt, sein Bundestagsmandat für den Wahlkreis Rotenburg-Heidekreis zum Sommer niederzulegen.

Seine Nachfolgerin laut Liste: Wesendorfs Erste Samtgemeinderätin Kathrin Rösel.

„Wenn mir das Bundestagsmandat angeboten werden sollte, werde ich es annehmen“, erklärt die Leiferderin im IK-Gespräch. Dafür müsste Grindel sein Mandat erst niederlegen. Dann müsste Rösel vom CDU-Landesgruppenchef Mathias Middelberg dazu bestimmt werden, die Betreuung des Wahlkreises Rotenburg-Heidekreis zu übernehmen.

Um diese Möglichkeit auszuloten, hat es bereits Gespräche zwischen Grindel, Rösel und dem CDU-Vorsitzenden des Landkreises Rotenburg, Hans-Heinrich Ehlen, sowie dem Vorsitzenden des CDU-Kreisverbandes Heidekreis, Gerd Engel, gegeben. Rösel ist in sich gegangen und hat beschlossen, das Mandat anzunehmen, falls es ihr angeboten würde. „Das soll keine Entscheidung gegen Wesendorf sein, mir macht meine Arbeit hier großen Spaß“, versichert die Erste Samtgemeinderätin. „Es ist eine Entscheidung für Berlin.“

Das Mandat, das die Leiferderin eventuell nach der Sommerpause im Bundestag antreten könnte, gilt bis September 2017. Rösel plant, für diese Zeit weiterhin in Leiferde wohnen zu bleiben. „Für die Sitzungsperioden in Berlin müsste ich mir natürlich eine andere Lösung suchen – wie alle anderen Abgeordneten auch“, erklärt Rösel schmunzelnd. In „ihren“ Wahlbezirk würde sie dann pendeln – wie sie es auch heute schon als Vorsitzende der Frauen Union Nordostniedersachsen tut. „Erst vor zwei Wochen hatte ich einen Termin in Soltau. Ich bin schon öfter dort gewesen – ein wunderschönes Fleckchen Erde und einfach ein Stück Niedersachsen“, sagt Rösel.

Die momentane Situation bezeichnet sie als organisatorisch nicht einfach: „Man hängt ein bisschen in den Seilen, man weiß nicht ob, und wenn ja, zu wann es soweit sein könnte.“ Einige Ziele möchte die Erste Samtgemeinderätin aber auf jeden Fall noch umsetzen: „Besonders das Projekt papierlose Ratsarbeit möchte ich gut auf den Weg bringen und alle Weichen möglichst schon stellen. Außerdem repräsentiere ich die Samtgemeinde auch im Arbeitskreis des Landkreises zum Breitbandausbau. Auch das liegt mir besonders am Herzen.“

Samtgemeindebürgermeister René Weber ist über diese Entwicklungen hocherfreut: „Das ist eine ganz fantastische Sache, sowohl für Frau Rösel, als auch für den Landkreis Gifhorn. Es ist eine große, wenn nicht sogar die höchste Ehre, eine solche Position angeboten zu bekommen. Und der Landkreis Gifhorn gewinnt somit eine neue Ansprechpartnerin in Berlin.“ Natürlich sei es auch schade, eine kompetente Mitarbeiterin wie Kathrin Rösel zu verlieren, aber ein Personalwechsel gehöre nun mal zu den normalen, wenn auch nicht alltäglichen Arbeitsabläufen. „Und wenn er aus einem solchen Grund geschieht, dann kann man sich wirklich nur darüber freuen.“

Von Dennis Klüting

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