Finanzausschuss rät dazu, unangemeldete Vierbeiner von Dienstleister ermitteln zu lassen

Ein „Hundedetektiv“ für Wesendorf?

In Wesendorf soll es viele unangemeldete Hunde geben. Der Gemeinde fällt es schwer, die Halter zu ermitteln. Daher soll ein Dienstleister beauftragt werden.

Wesendorf. „Gefühlt gibt es deutlich mehr Hunde in Wesendorf als früher“, sagte Andreas Hoffmann (SPD), Vorsitzender des Finanzausschusses der Gemeinde, bei dessen jüngster Sitzung. Er sei selbst Hundebesitzer und achte auf die Tiere.

Das Hundesteueraufkommen sei jedoch konstant geblieben. Dies lasse nur den Schluss zu, dass viele Halter ihre Tiere nicht anmelden würden. Ein Dienstleister solle dem nachgehen und nicht angemeldete Hunde ermitteln.

Anlass für die Diskussion war eine Dienstbesprechung der Bürgermeister in der Samtgemeinde Wesendorf, bei der eine Vereinheitlichung der Hundesteuer angestrebt wurde. Die entsprechende Erhöhung (siehe Infokasten) wurde einstimmig vom Finanzausschuss an den Gemeinderat empfohlen. „Es handelt sich hierbei um eine Lenkungssteuer“, betonte Bürgermeister Holger Schulz. „Die Besitzer werden dazu angehalten, Verantwortung für ihre Tiere zu übernehmen.“ Zumal der Gemeinde durch die Hinterlassenschaften der Hunde Kosten entstünden.

Unabhängig von der Erhöhung der Hundesteuer bestehe aber eine Steuerungerechtigkeit, führte Hoffmann aus. „Wer bereits die Hundesteuer bezahlt, muss nun etwas tiefer in die Tasche greifen. Es trifft also nur diejenigen, die sowieso schon zahlen.“ Daher sei es wichtig, dass auch wirklich alle Halter ihre Hunde anmelden. Für die Gemeinde sei die Ermittlung der Steuersünder problematisch, wie Schulz erklärte. Die Ausreden seien zahlreich. „Daher sollten wir einen Dienstleister beauftragen.“ Eine andere Lösung wüsste er nicht mehr, „Appelle nützen nichts.“ Die Beauftragung eines solchen „Hundedetektivs“ wurde einstimmig empfohlen.

Von Dennis Klüting

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