Schönewörde: Betrunkener Autofahrer sucht bei Polizeikontrolle das Weite

Hund stellt Flüchtenden

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Ein Polizeihund wie dieser beendete am frühen Samstagmorgen bei Schönewörde die Flucht eines 45-Jährigen.

bo Schönewörde/Bergfeld. Ein filmreifes kleines Krimi-Stück hat sich in der Nacht zu Sonnabend bei Schönewörde abgespielt, wie die Polizei gestern mitteilte.

Als Beamte gegen 1.10 Uhr in Schönewörde bei einer Verkehrskontrolle feststellte, dass ein Bergfelder Autofahrer betrunken war, gab dieser Fersengeld – und wurde schließlich von einem Polizeihund gefunden und gebissen. Zwischendurch versuchte der ebenfalls alkoholisierte Beifahrer auch noch, mit dem Wagen zu flüchten, wurde aber ebenfalls wieder eingefangen.

Es fing schon damit an, dass die Gifhorner Funkstreifenbesatzung bei der Kontrolle an der L 286 im Ortsteil Schwarzburg feststellen musste, dass der 45-jährige Fahrer des Kleinwagens keinen Führerschein hatte. Der Soforttest ergab zudem einen Alkoholwert von 1,95 Promille. Dann lief der Bergfelder plötzlich davon, flüchtete eine Böschung hinauf und über die Bahngleise. Über einen Acker floh er in ein Waldstück.

Noch während die Beamten zu Fuß die Verfolgung aufnahmen, setzte sich der ebenfalls aus Bergfeld stammende Beifahrer ans Steuer und fuhr, ohne sich abzumelden, in Richtung Vorhop davon. Die Polizisten forderten Verstärkung an – unter anderem zwei Hundeführer mit ihren Polizeidiensthunden aus Braunschweig sowie weitere Streifenwagen aus Gifhorn –, nahmen per Streifenwagen die Verfolgung des 44-Jährigen auf und stoppten ihn zwischen Schönewörde und Vorhop.

Als Begründung dafür, dass er den Ort der Kontrolle verlassen hatte, gab der ehemalige Beifahrer an, er habe keine Lust mehr gehabt zu warten. Und sein Kumpel sei ja schließlich auch einfach abgehauen.

Die weitere Überprüfung ergab, dass auch der 44-Jährige keinen Führerschein besitzt. Der Alkoholtest fiel mit 1,51 Promille auch nicht günstig aus.

Währenddessen hatte ein Polizeihund den zu Fuß geflüchteten 45-jährigen aufgespürt. Er hatte sich in einem halb mit Wasser gefüllten Graben versteckt. Der Hund biss den 45-Jährigen in dessen Arm, wobei der Mann nach Polizeiangaben leicht verletzt wurde. Er wurde vorsorglich mit einem Rettungswagen ins Wittinger Krankenhaus gebracht. Gegen beide Männer wurden Strafverfahren wegen Trunkenheit im Straßenverkehr sowie Fahrens ohne Fahrerlaubnis eingeleitet.

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