Erneuter Einsatz für den Zahrenholzer Heino Krannich / Tiere per Narkosepfeil eingefangen

Hündin mit Welpe ausgerissen

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Ausgebüxt: Diese Hündin und ihr Welpe konnten bei Ribbesbüttel mit Hilfe von Heino Krannich wieder eingefangen werden.

Zahrenholz/Ribbesbüttel. Erst Ende vergangenen Jahres wurde Heino Krannich nach Knesebeck zu einem Einsatz gerufen. Nun war das Fachwissen des Zahrenholzers, der Spezialist für die bundes- und europaweite Sicherung entlaufender Hunde ist, in Ribbesbüttel gefragt.

Dort hatte sich bereits am Sonnabend eine Hündin mit ihrem Welpen durch den Außenzaun eines Zwingers gebissen. Danach war sie auf der Flucht, blieb aber in der Nähe der Anlage.

„Die Besitzer haben erst versucht, die Hunde zu fangen. Das ist gut gemeint, aber dadurch vertreibt man sie eher. Die Ribbesbütteler haben aber schnell reagiert und Heino Krannich benachrichtigt“, berichtet Petra Paeger vom Tierschutz Isenhagener Land im Gespräch mit dem IK. Schnell sei eine Futterstelle eingerichtet worden. „Herr Krannich war schon zwei Stunden vor der Fütterung vor Ort, damit die Hunde nichts mitbekommen“, erläutert Paeger das Vorgehen. Für Krannich bedeutete diese Aktion eine Herausforderung, da es sich gleich um zwei Hunde handelte.

Mit einem Betäubungsgewehr wurde die Hündin betäubt, lief aber noch etwa 300 Meter, bis sie nakotisiert liegen blieb. Bei dem Welpen gestaltete sich das Ganze schwieriger. „Der Welpe saß bei seiner Mutter und bellte, ließ sich aber absolut nicht anfassen. Also musste auch er in Narkose versetzt werden“, so Paeger.

So schnell wie möglich wurde den Hunden dann das Gegenmittel verabreicht. Der Tierschutz Isenhagener Land sei informiert worden, falls eine Nachsuche mit einem weiteren Hund notwendig gewesen wäre.

Wie Paeger deutlich machte, handelt es sich in den meistens Fällen um Angsthunde, die aus Spanien, Bulgarien oder Rumänien stammen. Die Tiere seien sehr verstört. Das Problem sei, dass kaum jemand diese Hunde händeln könne, da man deren Verhalten nicht einschätzen könne. Paeger gibt zu Bedenken, dass die Hunde ein freies, wenn auch karges Leben gewohnt waren. Gegen ihren Willen werden sie eingefangen, in eine Auffanglager und per Flugzeug oder Auto nach Deutschland gebracht. Häufig landet der Hund gleich an seiner Endstelle, ihrem ahnungslosen Besitzer, der schnell mit der Situation überfordert sei. Jährlich, so die Tierschützering, würden deutschlandweit mehrere tausend Hunde entlaufen.

Die meisten würden von alleine nach Hause zurückkehren. Wenn nicht, kommt in diesem Fall Heino Krannich ins Spiel, der per Distanznarkose entlaufende Hunde schnell und wirksam sichert. Die Hunde blieben bei der Aktion unverletzt und auch keine weiteren Beteiligten wurden geschädigt.

Wer die Hilfe von Heino Krannich benötigt, kann sich unter (0174) 2020667 oder (05159) 9697832 melden. Weitere Informationen gibt es unter www.heino-krannich.de.

Von Carola Hussak

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