Jäger nimmt an: Rudel hat sich südlich des Ortes angesiedelt

Hirschkuh gerissen: Wölfe bei Ummern?

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Hungrige Wölfe? Die Überreste der Hirschkuh auf einem Feld bei Ummern. 

Ummern – In der Nacht zu Mittwoch wurde hinter den Hofweiden südwestlich von Ummern in der Gemarkung „In den Lennecken“ eine ausgewachsene Hirschkuh tödlich verletzt und von ihrem Angreifer bis auf einige Körperteile verzehrt.

Fiel das Tier einem Wolf – oder gar einem Wolfsrudel – zum Opfer?.

Gefunden wurden die Überreste der Hirschkuh vom Landwirt Friedhelm Olfermann mitten in einem mit Gründung angesäten Acker etwa 200 Meter von der Biogasanlage entfernt. Er bemerkte am Mittwochmorgen von seinem Trecker aus einen größeren Schwarm von Raben und Krähen, die sich wohl über den Kadaver hermachten. So fand er das restlos zerrissene Tier.

Olfermann informierte den Jagdpächter Jürgen Laue sen., der nach der Besichtigung des Ortes den zuständigen Wolfsberater Joachim Remitz informierte. Für Laue lag der Verdacht nahe, dass es sich bei der Tötung der Hirschkuh um einen Wolfsriss handelt. Spuren lassen auf einen Kampf in einem Kreis von 10 bis 15 Metern schließen.

Laue geht davon aus, dass man es mit einem Wolfsrudel zu tun hat, dass scheinbar in dem Raum südlich von Ummern sesshaft geworden ist. Im Mai stellte Laue fest, dass sich ein Pärchen in dem südlich gelegenen Waldstück aufhielt und von der Wildkamera erfasst wurde. Deshalb könne mittlerweile möglicherweise ein Rudel um Ummern herum nach Beute jagen. Das Wild in dem Gebiet – etwa die vielen Rothirsche sowie auch Reh- und Schwarzwild – seien in letzter Zeit sehr unruhig. Auch das könne auf ein Wolfsrudel hinweisen.

Deshalb sei auch für Spaziergänger in der Feldmark südlich von Ummern höchste Aufmerksamkeit geboten, betont der Landwirt und Jäger. Ob noch eine DNA-Analyse des Kadavers vorgenommen wird, konnte Laue vorerst noch nicht sagen.

oll

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