Erfolg bei Wettbewerb des Regionalverbands

Heizungskonzept gewinnt Preis: Klimafreundlichere Lösung für Wahrenholzer Dorfmitte

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Mit dem Konzept einer klimaschonenden Heizung in der Wahrenholzer Dorfmitte hat die Gemeinde einen Wettbewerb des Regionalverbands gewonnen.

Wahrenholz – Bei der Wahl einer Heizung für die neue Dorfmitte hat sich der Wahrenholzer Gemeinderat bewusst für ein klimabewusstes Konzept ausgesprochen.

Diese Entscheidung wurde nun vom Regionalverband Großraum Braunschweig gewürdigt – denn Wahrenholz hat das Konzept beim Wettbewerb „Förderung einer investiven Klimaschutzmaßnahme“ eingereicht und bekommt nun bis zu 200.000 Euro gefördert.

Denn bislang sind die alten Gebäude der Gemeinde wahrenholz auf einer Fläche von rund 850 Quadratmetern per Ölkessel (550 Quadratmeter) und Gastherme (300 Quadratmeter) beheizt worden. Dabei wurden pro Jahr 13.364 Liter Öl und 7027 Kubikmeter Gas verbraucht. Es entstand eine CO2-Emission von insgesamt 57.200 Kilogramm pro Jahr.

Für die gleiche beheizte Fläche soll diese Emission auf 468 Kilogramm CO2 pro Jahr reduziert werden – eine Senkung um 99 Prozent. Dafür sollen die einzelnen Gebäude über eine Heizzentrale und ein Nahwärmenetz versorgt werden. Dabei kommt ein Naturwärmespeicher zum Einsatz, der über die Sole- und Luft-Wärmepumpe sowohl heizen als auch im Sommer kühlen kann.

Die Gesamtkosten der Anlage betragen 400.000 Euro, die maximale Fördersumme durch den Regionalverband Großraum Braunschweig 200.000 Euro. Nachdem nun ein weiterer Förderantrag in Jülich gestellt wird, wird die tatsächliche Fördersumme ermittelt. Die Heizung wird von einer Firma in Ulm erstellt. Bürgermeister Herbert Pieper kündigte bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderats an, kurzfristig mit Ratsmitgliedern den Betrieb zu besichtigen. „Wir würden das über zwei Tage machen und am 28. April hier losfahren“, führte Pieper aus. Es gebe kaum andere Anbieter.

Die Arbeiten am Service-Wohnen und der Arztpraxis an der Alten Schmiede schreiten derweil gut voran, wie der Bürgermeister weiter berichtete. „Wir liegen da an sich gut im Zeitplan. Aber ob die Gebäude auch zum Stichtag 30. Juni bezugsfertig sein werden, ist noch nicht sicher.“

Die eigentlich zuerst vom Gemeinderat favorisierte Lösung, eine Teilbeheizung über Erdwärmekollektoren, erwies sich in der Praxis als nicht umsetzbar: Der Platz in der Dorfmitte reichte nicht aus, um mit den Kollektoren ausreichend Wärme zu erzeugen. Sie sollten eigentlich in den Parkflächen installiert werden.

VON DENNIS KLÜTING

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