Christiane Salig übernimmt von Heinrich Müller Führungen durch den Heiligen Hain in Betzhorn

Heideblüte leidet unter Dauerregen

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Kultur- und Landschaftsführerin Christiane Salig (v.r.) übernimmt nun Führungen im Heiligen Hain in Betzhorn. Ihr Kollege Heinrich Müller, der in 26 Jahren rund 4000 Besucher durch das Heidegebiet geführt hat, tritt in die zweite Reihe zurück.

Betzhorn. Seit 26 Jahren zeigt Kultur- und Landschaftsführer Heinrich Müller aus Zahrenholz Einheimischen und Touristen den Heiligen Hain in Betzhorn und die Besonderheiten dieses Heidegebiets. Mit rund 4000 Menschen war er auf über 250 Führungen unterwegs.

Gestern machte er einen Schritt zurück in die zweite Reihe und übergab den „Staffelstab“ an seine Kollegin Christiane Salig. Müller wird noch an einigen Samstagen durch den Heiligen Hain führen, die Führungen am Dienstag übernimmt Salig.

Salig ist seit 2003 Kultur- und Landschaftspflegerin. Den Heiligen Hain kennt die Wahrenholzerin gut, sie hatte schon ihre Prüfung zu der Heidefläche gemacht. Daher weiß sie viele Geschichten und Anekdoten rund um das Gebiet, den Namen Heiliger Hain – oder auch den Gaen Krempel – und natürlich auch über Heidedichter Hermann Löns zu erzählen.

Die Heideblüte lockt das Publikum: Rund 40 Leute aus der näheren und auch weiteren Umgebung wollten sich gestern den Heiligen Hain anschauen und erklären lassen. „Schon in der letzten Woche war eine sehr große Gruppe da“, berichtete Salig. „Rund 50 Leute. Das ist dann manchmal gar nicht so einfach, aber es hat trotzdem gut geklappt.“

Die diesjährige Heideblüte betrachtet Müller mit ein wenig Skepsis: „Die will noch nicht so richtig.“ Der Dauerregen der vergangenen Wochen habe auch bei den Heidepflanzen seine Spuren hinterlassen. „Wenn wir jetzt noch zehn Tage Hochdruckwetter haben, dann wäre noch eine optimale Heideblüte möglich“, führt der Zahrenholzer vorsichtig aus. Wenn jedoch die Heide „verblitzt“ würde, dann hätte die Blüte keine gute Chance mehr. „Das bedeutet nämlich, dass die Heide sehr plötzlich einen großen Temperatursturz, von mehr als zehn Grad, erfahren hat – etwa bei einem schweren Gewitter“, sagte Müller. „Dann verfällt die Pflanze in Schock, die Blüte schließt sich und öffnet sich auch nicht mehr.“ Daher hofft Müller, dass weitere Unwetter ausbleiben.

Von Dennis Klüting

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