Schönewörde: Rat berät Etat / Rückgabe Schulgebäude

Haushalt wird „sparsam“ ausfallen

Die Ratsmitglieder der Gemeinde Schönewörde werden in ihrer heutigen Sitzung den Haushalt für 2014 beraten.
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Die Ratsmitglieder der Gemeinde Schönewörde werden in ihrer heutigen Sitzung den Haushalt für 2014 beraten.

Schönewörde. Über einen nicht ausgeglichenen Haushalt werden heute die Gemeinderatsmitglieder in Schönewörde in ihrer Sitzung (19 Uhr in der Gemeindeverwaltung) entscheiden. Im Verwaltungsausschuss ist der Haushalt für das Jahr 2014 bereits beschlossen worden.

„Wir müssen den Haushalt wegen des Dorferneuerungsprogrammes sparsam halten“, erklärt der Schönewörder Bürgermeister Horst Schermer. Deswegen bezeichnet Schermer den Haushalt eher als „global“. „Wir müssen die laufenden Ausgaben sichern“, meint er im IK-Gespräch. Es müsse gesehen werden, was das Geld an Projekten hergibt.

Zwei Maßnahmen sieht Schermer aber als gesetzt für das Jahr 2014: Straßenbeleuchtung und ein neues Baugebiet. „Wir wollen sehen, dass es auch die Möglichkeit für junge Familien gibt, in Schönewörde zu bauen“, sagt Schermer.

Auf der Tagesordnung der heutigen Ratssitzung steht außerdem die Rücknahme des Schönewörder Schulgebäudes. Die obere Etage diente als Unterbringung von Obdachlosen der Samtgemeinde. Die hat nun in eine neue Immobilie in Wesendorf investiert. Die Bewohner aus Schönewörde ziehen diese Woche in die Unterkunft nach Wesendorf um, sagt Schermer.

Im Januar hatte der Samtgemeinderat bereits die Rückgabe des Schulgebäudes an die Gemeinde Schönewörde verabschiedet. „Jetzt sind wir im Rat noch dran und dann geht das Gebäude rechtlich in den Bestand der Gemeinde über“, erklärt der Bürgermeister. Nach diesem Prozess können dann die Planungen beginnen. Schermer: „Der Gebäudebestand muss festgestellt werden. Auch energetisch muss das Haus betrachtet werden.“ In alle Ecken soll geschaut werden.

Wie es dann mit dem Gebäude weitergeht, ist noch ungewiss. „Eventuell eine Wohngemeinschaft für ältere Leute“, meint Schermer. Dann müsste sich noch ein Investor finden. Alles sei betriebswirtschaftlich zu prüfen. Ein Architekt soll sich das Haus anschauen. Wie steht es dann um den Tagestreff Sonnenberg? Schermer schließt nicht aus, dass auch hier Kooperationen möglich seien. „Frau Sonnenberg möchte gerne bei uns bleiben“, sagt Schermer und es sei das Ziel, eine Altenbetreuung zu erhalten.

Eine weitere Möglichkeit, auf die Schermer hofft, sind Fördergelder aus dem Dorferneuerungsprogramm. „Das Gebäude müsste zum Beispiel barrierefrei gemacht werden“, erklärt er und fügt an: „Da wären Fördergelder natürlich wertvoll.“

Von Maike Scholz

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