Wesendorf: Entwurf trotz Kritik mehrheitlich beschlossen

Haushalt spaltet Rat

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Der Wesendorfer Grillplatz wurde im Sommer durch Vandalismus zerstört. Die Gemeinde will ihn wieder herrichten und stellt dafür 20.000 Euro in den Haushalt ein.

Wesendorf. Mit einigen wichtigen Entscheidungen wurde der Rat der Gemeinde Wesendorf in seiner jüngsten Sitzung konfrontiert.

So beschloss der Rat einstimmig einen Nachtragshaushalt für 2017, verabschiedete gegen die Stimmen der CDU-Fraktion den Haushaltsplan und die Haushaltssatzung 2018 und beschloss den Beitritt der Gemeinde Wesendorf zur Niedersächsischen Versorgungskasse.

Bei der Beratung des Haushalts- und Stellenplans 2018, der im Ergebnishaushalt einen Überschuss von 283.000 Euro und im Finanzhaushalt einen Überschuss von 851.100 Euro ausweist, gab es zwischen den Fraktionen SPD/WGW und der CDU unterschiedliche Bewertungen. Bürgermeister Holger Schulz (SPD) sprach von einem soliden Ergebnis, was positiv in die Zukunft blicken lasse. Andreas Hoffmann (SPD) sprach von einer guten, finanziellen Situation, die Freiräume für Investitionen biete. CDU-Fraktionsvorsitzender Dirk Wegmeyer lehnte für seine Fraktion den Haushalt ab und kritisierte, dass die „A 13-Stelle“ immer noch im Haushalt festgeschrieben sei, obwohl sie doch durch die Kommunalaufsicht zurückgewiesen wurde (das IK berichtete). Zudem seien keine Investitionen im Bereich von Straßen- und Wegesanierungen eingeplant, so Wegmeyer.

Der Bürgermeister machte noch einmal deutlich, dass man einen soliden Haushalt vorliegen habe und den Radweg in Richtung Ummern bauen wolle, Spielplätze und den Grillplatz erneuern und Straßen und Wege, wo notwendig, sanieren werde, ohne Kredite dafür aufnehmen zu müssen, sagte Schulz.

Jürgen Meyer (CDU) bemängelte erneut den schlechten Zustand der Weißenberger Straße im Ortsteil Westerholz, der bereits vor mehr als fünf Jahren als Sanierungsfall behandelt wurde und wo „bisher nichts passiert“ sei. Schulz verwies dabei auf das erneut erstellte Gutachten, das der Gemeinde nun vorliege und im Detail noch geprüft werden müsse.

Gegen die Stimmen der CDU-Fraktion wurde der Haushaltsplan und die Haushaltssatzung mehrheitlich verabschiedet.

Von Hans-Jürgen Ollech und Dennis Klüting

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