„Bejagen ein Riesengebiet“

Handelt es sich bei den Wölfen im Ringelah um ein neues Rudel?

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Ob es sich bei den Wölfen im Ringelah wie vermutet um ein neues Rudel handelt oder ob die Wölfe aus Ehra dorthin weitergezogen sind, soll eine DNA-Analyse klären. 

Wesendorf/Wagenhoff/Ummern – Im Ringelah bei Wesendorf, Wagenhoff und Ummern hat sich ein Wolfsrudel niedergelassen. Dies bestätigte dem IK nicht nur Wolfsberater Joachim Remitz, sondern auch das Forstamt Unterlüß der niedersächsischen Landesforsten.

„Vor vier Wochen wurde das Wolfsrudel erstmals gesichtet“, erklärte Knut Sierk, Pressesprecher der Landesforsten. Zuvor seien bereits Hinweise wie Fährten oder Losungen gefunden worden. „Es ist nun mal eine einwandernde Art, die sich daher auch neue Territorien sucht“, führte Sierk aus.

Die Ansiedlung des Wolfes habe auf den Forstbetrieb keine Auswirkungen. „Im Jagdbetrieb merkt man schon Veränderungen“, so Sierk. „Direkte Auswirkungen sind es nicht – es ist definitiv nicht so, dass der Wolf den Jägern das Wild wegfrisst.“ Das Wild reagiere jedoch auf die Ansiedlung von Wölfen. „Gerade beim Rotwild hört man oft, dass es dann zu Wanderungen kommt“, so der Pressesprecher. „Und auch zur Bildung von größeren Rotwildrudeln – das kommt häufiger vor.“ Das Rehwild hingegen sei sehr territorial, da würde es keine merklichen Umstellungen geben. „Man darf auch nicht vergessen, dass die Ansiedlung eines Wolfsrudels nicht bedeutet, dass es die ganze Zeit im gleichen Waldstück unterwegs ist. Wölfe bejagen ein riesengroßes Revier.“

Ob es sich bei dem Wolfsrudel im Ringelah um ein neuangesiedeltes Rudel handelt, ist indes noch nicht hundertprozentig bestätigt. Wolfsberater Joachim Remitz sprach davon, dass die Umstände „ganz klar darauf hinweisen“. Dennoch wolle man in Hannover das Rudel erst anerkennen, wenn durch eine DNA-Probe ausgeschlossen wird, dass es sich um das Rudel aus Ehra handelt.

VON DENNIS KLÜTING

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