Wesendorf: Dritt- und Viertklässler der Grundschule am Lerchenberg erfahren Wissenswertes über historischen Buchdruck

Die Gutenberg-Presse in der Schule

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Der „Meister“ Bernd Schlawer druckte mit den Kindern an der Spindelpresse Bibeltexte.

oll Wesendorf. „Bibel und Buchdrucken nach Gutenberg“, lautete das Thema für die Dritt- und Viertklässler der Grundschule am Lerchenberg in Wesendorf kürzlich im Unterricht. Und das kam bei den Schülern bestens an, wie man beobachten konnte.

Eigens für diesen Unterricht waren Bernd und Renate Schlawer aus Eschede mit ihrer nachgebauten Gutenberg-Presse angereist und hatten alle Utensilien mitgebracht, um mit der Spindelpresse einen wunderbaren Druck herzustellen.

Zunächst erläuterte der „Meister“ den Schülern, wie vor mehr als 500 Jahren gelesen und geschrieben wurde. Er beschrieb auch Martin Luthers Weg zur Übersetzung der Bibel aus dem Lateinischen ins Deutsche und anschließend die Erfindung des Seriendruckes von Johannes Gutenberg, der 1521 die erste Bibel in Mainz druckte. Dabei erklärte Schlawer den Schülern bis ins letzte Detail die Vervielfältigung von Schriftsätzen, die Erfindung Gutenbergs beweglichen Lettern sowie die Spindelpresse.

Und dann folgte auch schon das Drucken an der Spindelpresse, an der die Schüler gemeinsam mit dem „Meister“ arbeiten durften und sich den Psalm 23 „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln“, ausdrucken durften. Alle anderen Schüler, die nicht an der Druckerpresse standen, konnten sich zahlreiche Exponate der Spiegelschrift, die beweglichen Lettern oder Faksimile-Seiten der Gutenberg-Bibel ansehen und begutachten. Und Martin Luthers Weg vom Mönch zum Bibel-Übersetzer und Reformator wurde den Kindern abschließend noch einmal in einer bildlichen Darstellung auf der Leinwand näher gebracht.

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