Solange das Banner weht

GTI-Wölfe aus Wesendorf halten dem VfL Wolfsburg seit 2004 die Treue

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Günter Heinrich, Vorsitzender des Fanclubs GTI-Wölfe aus Wesendorf, mit dem aus dem VfL-Stadion wohlbekannten Banner: Auf dem Foto hängt es im heimischen Garten.

Wesendorf – „So lange ich kann, mache ich das weiter“, lautet die klare Ansage von Günter Heinrich. Seine GTI-Wölfe aus Wesendorf wurden am 1. November 2004 gegründet.

Der offizielle Fanclub des VfL Wolfsburg hatte in seinen Hochzeiten, gerade in der Anfangszeit, bis zu 45 Mitglieder. Der harte Kern besteht heute noch aus 15 Anhängern, insgesamt sind aktuell 30 Mitglieder gemeldet.

Der Vorsitzende verhehlt gar nicht erst, dass es über die Jahre zuletzt alles immer etwas weniger geworden ist. Nach wie vor sei der Fanclub, der keine Beiträge erhebt, aber gemeldet und aktiv.

Sein ganzer Stolz: Das Trikot zum 10-Jährigen.

Die Gründe für den allmählichen Abwärtstrend sind laut Heinrich vielfältig: So seien die Mitglieder gemeinsam mit dem Fanclub älter geworden, die Interessen würden sich mit der Zeit wandeln, manche seien aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr dabei, einige Mitglieder seien auch umgezogen. Nichtsdestotrotz hätten aber viele Mitglieder auch noch Verwandtschaft in Wesendorf und würden sich daher immer wieder sehen lassen. So war der Fanclub am letzten Spieltag beim 1:1 gegen Werder Bremen auch wieder präsent.

Laut Heinrich kann jeder Interessierte bei ihnen mitmachen. „Viele kennen unser Wesendorf-Banner aus dem Stadion vom Sehen“, ist er sich bewusst. Zum zehnjärigen Bestehen bekam der Fanclub vom Fanbeauftragten Holger Ballwanz ein Trikot mit den Unterschriften aller damaligen Spieler überreicht.

In Wolfsburg ist Heinrich mittlerweile wohlbekannt. Er dürfe etwas eher als die anderen Fans in die Volkswagen Arena und vor den Partien schon mal das vier Meter breite und 80 Zentimeter hohe Banner hinter dem Tor in der Nordkurve aufhängen.

Heinrich hat in der Nordkurve eine Dauerkarte (Sitzplatz), in früheren Jahren musste es dort natürlich ein Stehplatz sein. „Jetzt bin ich nur noch während der letzten halben Stunde eines Spiels auf den Stehplätzen in der Nordkurve. Zwei Stunden Stehen geht nicht mehr.“ Fan ist der 57-Jährige seit dem Jahr 1994, er erlebte also auch noch die Zeit im alten Stadion am Elsterweg.

Früher ging es auch überall hin auf Auswärtsfahrten, etwa nach München oder Dortmund, heute aber gar nicht mehr. „Ich bin zu den Heimspielen immer da. Dann hängt auch das Banner. Ich stehe noch zum Verein.“ Das Schöne beim Mitwirken in einem Fanclub sei, dass man viele Leute kennenlerne und so Freundschaften und Bekanntschaften schließe. So treffe man sich auch einfach mal so zu gemeinsamen Freizeitaktivitäten, etwa zum Grillen.

VON PAUL GERLACH

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