Samtgemeinde Wesendorf: Gruppen und Vereine nutzen Online-Plattform als Informationsquelle / Hoher Zeitaufwand

„Jeder ist heutzutage bei Facebook“

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Facebook wird immer beliebter – auch in der Samtgemeinde Wesendorf nutzen viele Gruppen und Vereine die Internetplattform, um Mitglieder zu informieren.

Samtgemeinde Wesendorf. Es ist seit 2004 das soziale Netzwerk schlecht hin: Facebook. Über 1,11 Milliarden Mitglieder tauschen sich über die Plattform aus. Ortsbezogene Gruppen erfreuen sich auf Facebook wachsender Beliebtheit.

Auch in der Samtgemeinde Wesendorf schließen sich immer mehr Menschen einer Gruppe an, die sich um ihren Wohn- oder Heimatort dreht. Da heißt es dann „Du bist ein echter Wahrenholzer. . . “ – und die Wahrenholzer sind fleißig dabei, Kreativität zu zeigen. Nicht nur diskutieren und austauschen, sondern auch informieren, ist das Ziel vieler Gruppen. „Ich habe vor Jahren die Homepage der Feuerwehr Schönewörde aufgebaut. Junge Leute sind aber eher bei Facebook unterwegs“, erklärt Rolf Feldmann, ehemaliger Ortsbrandmeister von Schönewörde den Grund, warum sich die Wehr für die Plattform Facebook entschied. „Wir wollen die Leute informieren, was wir so treiben. Wir nutzen die Seite als Informationsplattform. Wir haben schon über 100 ‘Likes’“, sagt Feldmann stolz. Er pflegt die Seite regelmäßig. Einmal am Tag schaut er bei Facebook vorbei. „Die Seite ist öffentlich“, informiert er und das sei auch wichtig, denn so können nicht nur die eigenen Mitglieder informiert werden, sondern Facebook dient gleichzeitig auch als Art Werbung für den Nachwuchs.

Weniger regelmäßig schaut Karin Hübscher, Geschäftsführerin des Kulturvereins Samtgemeinde Wesendorf, auf der Facebook-eigenen Seite vorbei. „Ja, wir haben es geschafft und eine Seite dort erstellt, doch es ist ganz schön aufwendig“, sagt Hübscher. Sinn und Zweck der Seite sei es über die Veranstaltungen des Kulturvereins zu informieren und Werbung dafür zu machen. „So kommt vielleicht der eine oder andere mehr zu einer Veranstaltung“, hofft Hübscher. Facebook sei schon sehr interessant und vieles sei dort machbar, aber die Nutzung sei eben auch sehr zeitaufwendig. „Seit letzten Sommer sind wir dabei“, sagt Hübscher. Künftig, wenn die Veranstaltungen des Kulturvereins wieder anlaufen, nehme sie sich vor, auch wieder mehr Bilder einzustellen.

Der Zeitaufwand steht auch bei Jan Robert Kugel, ehemaliger Wahrenholzer Jungschütze, im Vordergrund. Seit 2005 pflegt er die Homepage der Jungschützen Wahrenholz. „Irgendwann war StudiVZ eben out. Jeder ist bei Facebook“, erklärt er, warum sich auch die Jungschützen für Onlineplattform entschieden. Momentan finde aber keine regelmäßige Pflege statt. „Der administrative Aufwand für eine Homepage und gleichzeitig noch für die Facebook-Seite ist sehr groß“, meint er. Hinzu käme, dass eher die Homepage genutzt werde. „Auf unserer Facebook-Seite gibt es immer gewisse Hochburgen – also Zeiten, in denen mal mehr los ist und an einem Tag auch viele Klicks gesetzt werden. Das ist zum Beispiel beim Oktoberfest der Fall oder auch bei der Jahreshauptversammlung. Beim Schützenfest ist auch eine Menge los“, erklärt der Schütze. In dieser Zeit sei Facebook nützlich, um schnell viele Leute zu erreichen. „Hinzu kommt, dass unserer Newsverkehr auch über E-Mail oder Whatsapp geht“, sagt Kugel. Und dann bringt Kugel noch etwas ganz anderes ins Spiel: „Bei uns in Wahrenholz ist der persönliche Kontakt einfach noch sehr wichtig – anstelle der ganzen Medienzugänge.“

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