Gemeinde Wesendorf kennt das Problem: Tretminen sorgen für Unmut / Kommunen auf Streifendienst?

Grünflächen werden zu Hundeklos

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Am Wesendorfer Katzenberg sorgen Tretminen für Unmut bei den Bürgern.

Wesendorf. Des einen Not, des anderen Leid: Tretminen sorgen am Wesendorfer Katzenberg für Unmut.

Bürger haben sich an das Ordnungsamt gewandt und auch die Gemeinde ist stinksauer: „Wir ärgern uns sehr darüber, weil wir die Grünflächen pflegen“, sagt der stellvertretende Gemeindedirektor der Gemeinde Wesendorf René Weber. Grünflächen würden zunehmend als Hundeklo genutzt. Das sei vor allem für die Mitarbeiter des Bauhofes ärgerlich – zum Beispiel beim Rasenmähen. Eine schmutzige Angelegenheit. „Schilder jucken die Leute nicht“, meint Weber. Ganz im Gegenteil. Schilder werden sogar umgebaut. Auch die kleinen Hundetütchen in Ständern habe man in Wesendorf bereits angeboten. Das Ergebnis: „Viele Leute fanden die Tüten sehr attraktiv“ – und zweckentfremdeten sie.

Doch das Problem bestehe überall. Da bilde Wesendorf keine Ausnahme. „Das Tier ist Teil der Lebensführung“, sagt Weber. Eine Erhöhung der Hundesteuer gehe in die verkehrte Richtung. „Die Steuer ist keine zweckgebundene Einnahme“, erklärt Weber. Außerdem würden dann auch jene Halter bestraft, die den Kot ihres Hundes ordentlich entsorgen.

Letztlich, so ist Weber der Meinung, kann man der Situation nur durch aufmerksame Bürger Herr werden. „Es gehen doch immer die Gleichen spazieren, aber niemand traut sich dann diejenigen anzusprechen. Das soll dann die Gemeinde regeln“, sagt Weber.

Doch die Personen zu erwischen, sei äußerst schwierig. Die Gemeinde auf Streifendienst? „Wie soll das finanziert werden?“, fragt Weber. Er ist der Meinung, dass jeder dafür eintreten sollte, dass der eigenen Ort sauber bleibt. Sollte es doch zu einer Anzeige beim Ordnungsamt der Samtgemeinde Wesendorf kommen, gibt es ein Bußgeld für den jeweiligen Hundehalter.

Bereiche, in denen Hinterlassenschaften von Hunden vermehrt zum Ärgernis werden, seien vom Badesee kommend und die Grüne Lunge.

Von Maike Scholz

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