Defending-Team aus Hamburg zeigt in Sicherheitsschulung richtiges Verhalten gegenüber Fremden / Schüler mit Spaß an einwöchiger Aktion dabei

Groß Oesinger Schulkinder üben sich in Verteidigung

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André Schäfer vom Defending-Team aus Hamburg übte mit den Groß Oesinger Schulkindern, wie sie sich gegenüber fremden Personen verhalten können und sollen.

nf Groß Oesingen. „Hey Du, ich hab da was für Dich, komm mal her, ich zeige es Dir“, spricht der Mann aus seinem weißen Golf mit dem Hamburger Kennzeichen einen kleinen Jungen vor der Regenbogenschule Groß Oesingen an.

Eine Situation, die in diesem Fall inszeniert wurde, aber alleine der Gedanke daran versetzt Eltern in Angst.

Unter dem Motto „Kinder stark machen“ nahmen deswegen 27 Schüler der Regenbogenschule an einer viertägigen Sicherheitsschulung des Defending-Teams aus Hamburg teil. Seit 2006 baut der örtliche Schulelternrat bereits auf die angebotenen Sicherheitsschulungen. „Die Kinder werden mit diesen Kursen auf ihr Leben vorbereitet und saugen die Lerninhalte förmlich in sich auf“, sagt Schulelternratsvorsitzende Nadine Elster.

Alle zwei Jahre werden den Eltern - in einem vorausgehenden Elternabend - die Inhalte und Wichtigkeit der Schulung erläutert. Die Kinder erfahren auf spielerische Weise, wie Gefahren erkannt und vermieden werden können. Sie lernen Hilfe einzufordern und in Bedrohungssituationen lautstark Widerstand zu leisten. Die beiden Dozenten André Schäfer und Matthias Dollny kamen in diesem Jahr nach Groß Oesingen angereist, um mit den Kindern mit viel Humor und Spaß zu arbeiten. Sie erarbeiteten mit ihnen die Möglichkeiten, wie sie solche Lockungen von Menschen erkennen können. Dieses Wahrnehmungstraining auf die verschiedenen Gefahrensituationen wurde an vier Nachmittagen mit den Jungen und Mädchen des Grundkurses kompakt abgehandelt.

Der heutige Freitagnachmittag gehörte den 14 Schülern, die den Aufbaukurs besuchen. Im Klassenraum wurden die Verteidigungen am Schlagkissen erarbeitet. „Ein Erwachsener ist immer stärker, das soll den Kindern klar werden. Die Schulungen sind so angelegt, dass die Kinder nicht ausschließlich durch Kognitionen Wissen erwerben, sondern ebenso durch emotionale und motivationale Prozesse“, erklärt Schäfer. Großes Highlight war am dritten Schulungstag das Simulationsaußentraining am Pkw. Was ist zu tun, wenn mich jemand aus dem Auto heraus anspricht, wo stehe ich und wie verhalte ich mich sicher? Viel zu lernen gab es für alle und ein gutes Gefühl an Eigensicherheit dazu. Zum Abschluss erhielt jeder eine Urkunde.

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