Ehrenmal soll weichen

Groß Oesinger Rat beschließt Verlegung des Denkmals auf den Friedhof

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Das Groß Oesinger Ehrenmal steht seit 60 Jahren an der B4, Ecke Schulstraße. Nun soll es ab- und auf dem Friedhof wieder aufgebaut werden, um Platz für die Kita und neue Parkplätze zu ermöglichen.

Groß Oesingen – In der jüngsten Sitzung des Rates der Gemeinde Groß Oesingen am Mittwochabend beschlossen die Mitglieder in geheimer Abstimmung die Verlegung des Ehrenmals vom jetzigen Standort an der Ecke B 4/Schulstraße auf den Friedhof, um die Erweiterung des Spielplatzes an der DRK-Kindertagesstätte sowie die Verlegung von Parkplätzen zu ermöglichen.

Jürgen Schulze, Bürgermeister Groß Oesingen

Bei der Abstimmung stimmten sieben Ratsmitglieder für die Verlegung des Ehrenmals, drei Ratsmitglieder stimmten dagegen und ein Ratsmitglied enthielt sich. Bereits im November beschloss der Rat die Verlegung der Parkplätze in Richtung des Ehrenmals, um die Spielplatzfläche der Kita erweitern zu können. Dabei wurden zwei Varianten herausgearbeitet, die nun noch einmal ausführlich diskutiert wurden. Bei der ersten Variante handelte es sich um den Abbau des Ehrenmals und die Verlegung auf den Friedhof mit der Begründung, dass das Ehrenmal dort einen sichtlich besseren Platz finde als direkt an der B 4, wo man während der Reden am Volkstrauertag durch den vorbeifließenden Verkehr kaum ein Wort verstehen könne. Außerdem würden die neu anzulegenden 22 Parkplätze zwischen Ehrenmal und Kita erneut für Enge sorgen. Die erste Variante würde einschließlich der Verlegung des Ehrenmals und dem Neuausbau der Parkplätze rund 121 500 Euro kosten.

Bei der zweiten Variante würde das Ehrenmal stehen bleiben und die Parkplätze zwischen Ehrenmal und Kita gebaut. Die Kosten belaufen sich dabei auf etwa 74 000 Euro.

Zudem kündigte Bürgermeister Jürgen Schulze (CDU) an, dass die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr an der B 4, Ecke Schulstraße eine neue Grenzfeststellung vornehmen möchte und danach die noch zur B 4 gehörende Fläche kostenfrei an die Gemeinde abtreten möchte. Damit könne der Platz vor dem Ehrenmal von der Gemeinde anders angelegt und genutzt werden. Deshalb sprach sich Schulze für den jetzigen Standort des Ehrenmals, das dort schon über 60 Jahre stehe, aus.

Der Überschreibung der Fläche seitens der Landesstraßenbaubehörde stimmte der Rat einstimmig zu. Bezüglich des Neuaufbaus des Ehrenmals auf dem Friedhof bestehe weiterer Beratungsbedarf, den zunächst der Bauausschuss übernehmen und Entwürfe erarbeiten soll.

VON HANS-JÜRGEN OLLECH

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