Erste Ideen für seniorengerechtes Wohnen im Ort

Groß Oesingen will weiter wachsen: Gemeinderat beschließt Entwicklungskonzept

Wenn der SV Groß Oesingen umgezogen ist, könnte auf dem Sportplatz eine seniorengerechte Anlage entstehen.

Groß Oesingen. Groß Oesingen will in den nächsten zehn Jahren weiter in Richtung Osten und Westen wachsen. Dies beschloss der Gemeinderat einstimmig mit dem Entwicklungskonzept am Mittwochabend.

Das Entwicklungskonzept für Groß Oesingen sieht vor, in Richtung Westen und Osten zu wachsen. Im Norden soll das Gewerbegebiet um drei Hektar erweitert werden.

Grund für das neue Konzept ist die Fortschreibung des Regionalen Raumordnungsprogrammes (RROP) des Regionalverband Großraum Braunschweig. In diesem werden Ziele und Grundsätze der Raumordnung für eine abgestimmte Siedlungs-, Freiraum- und Infrastrukturentwicklung im Ort getroffen. Mit dem Entwicklungskonzept will die Gemeinde ihre Wünsche dem Regionalverband darlegen. So möchte der Ort in Richtung Osten, entlang der K 87 nach Klein Oesingen, und in Richtung Westen weiter wachsen. In andere Richtungen sei die Wohnbebauung laut Bürgermeister Jürgen Schulze nicht möglich, weil dort Vorranggebiete für Natur und Landschaft vorgesehen sind.

Auch in Richtung Süden, zwischen B 4 und K 4, sei eine Wohnbebauung durch den höheren Lärmpegel und die Biogasanlage nur schwer möglich. Im nördlichen Bereich der Ortslage an der B 4, soll aber das bereits bestehende Gewerbegebiet um drei Hektar vergrößert werden, um Interessenten eine Entwicklungsmöglichkeit zu bieten. „Wenn wir das alles in zehn Jahren umgesetzt haben, dann haben wir schon viel geschafft“, glaubt Schulze.

Rolf Mahlzahn schlug im Zuge des Entwicklungskonzeptes vor, schon einmal über die Nachnutzung des Sportplatzes an der Molkereistraße nachzudenken, wenn der Sportverein in naher Zukunft gänzlich in die Zahrenholzer Straße umzieht (das IK berichtete). Ihm schwebe eine seniorengerechte Wohnanlage vor. „Da gibt es durchaus Interessenten, die ihr jetziges, viel zu großes Haus abgeben würden, um eine seniorengerechte, kleine Wohnung zu beziehen, zu erwerben oder zu mieten“, ist er überzeugt. „Das würde uns sehr gut zu Gesicht stehen.“ Auch Anja Menzendorf findet die Idee super: „Man muss jetzt schon mal die Planung aufnehmen. Das ist eine sehr gute Geschichte.“ Bürgermeister Schulze mahnte, die Planungen nicht zu überstürzen. Erste Ideen könnten zwar sicherlich schon gesammelt und geplant werden, zunächst müsse aber die Sportplatzumsetzung abgewartet werden.

Von Ann-Cathrin Brey

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