Gemeinde will Maßnahme aus Kostengründen selbst umsetzen

Groß Oesingen: Sportplatz-Sanierung in Eigenregie

Die Sanierung des Groß Oesinger B-Platzes war mit Kosten von 80 000 Euro beziffert worden. Trotz einer möglichen Förderung des Landessportbundes stand ein Fehlbetrag von 40 000 Euro im Raum – für die Gemeinde zu viel. Sie will den Platz nun selbst erneuern.
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Die Sanierung des Groß Oesinger B-Platzes war mit Kosten von 80 000 Euro beziffert worden. Trotz einer möglichen Förderung des Landessportbundes stand ein Fehlbetrag von 40 000 Euro im Raum – für die Gemeinde zu viel. Sie will den Platz nun selbst erneuern.

Groß Oesingen – Der SV Groß Oesingen möchte seinen B-Platz sanieren. Ein Vorhaben, für das ein Förderantrag beim Landessportbund gestellt werden sollte und für das Kosten von rund 80.000 Euro veranschlagt wurden.

Diese Kosten waren auch durch die vom Landessportbund geforderte Einschaltung eines Planungsbüros bedingt.

Da ein Fehlbetrag von 40.000 Euro entstand, hatte der SV Groß Oesingen die Gemeinde um finanzielle Unterstützung gebeten. Die Gemeinde befand die Kosten insgesamt für viel zu hoch: „Das können wir selbst günstiger machen!“, befand Bürgermeister Jürgen Schulze bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates.

Es wurden bereits sechs Bodenproben am B-Platz genommen. Die Untersuchung bescheinigte eine Oberschicht aus rund 25 Zentimetern Mutterboden. „Der ist absolut durchlässig, da kann Regen super versickern“, so Schulze. Eine Ausnivellierung zeigte einen Höhenunterschied von 80 Zentimetern über die Länge des Platzes auf. „Eine ziemliche Schieflage“, wunderte sich der Bürgermeister.

Rolf Malzahn hingegen betonte, dies sei der „Idealzustand“ des Platzes, da so das Regenwasser, das vom D-Platz auf den B-Platz laufe, gut ablaufen könne. „Ohne das Gefälle kriegen wir Pfützen“, war Malzahn überzeugt. „Daher müssen wir die Grundstruktur auf jeden Fall beibehalten.“ Er sprach sich für eine Erneuerung der Oberfläche aus: „Da brauchen wir keine Sanierung für 80 000 Euro.“

Auch über neue Möglichkeiten zur Beregnung des Platzes wolle man sich Gedanken machen und Kosten ermitteln, wie der Bürgermeister erklärte. „Wir greifen die Impulse auf und bilden eine Arbeitsgruppe.“ Die Oberfläche soll gefräst werden. „Mit 20-, maximal 30 000 Euro können wir den Platz wieder in einen schönen, grünen Zustand versetzen.“ Wenn dann im Frühjahr angesät werde, könne der Platz zum Winter hin wieder fertig sein.

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