Das Jubiläum fest im Blick

Groß Oesingen plant seine 800-Jahr-Feier in 2022

+
Die Planung der 800-Jahr-Feierlichkeiten in Groß Oesingen ist bereits angelaufen.

Groß Oesingen – In 2022 jährt sich die urkundliche Ersterwähnung Groß Oesingens zum 800. Mal. Und das soll ausgiebig gefeiert werden.

Die Planungen dazu sind bereits angelaufen, am Dienstagabend kamen engagierte Bürger dazu im Saal über dem Feuerwehrgerätehaus zusammen.

Zwei Mal schon hat es solche Treffen gegeben. Dabei ist eine lange Liste an möglichen Aktionen und Veranstaltungen zusammengetragen worden, die vielleicht zur 800-Jahr-Feier stattfinden könnten, wie Bürgermeister Jürgen Schulze resümierte. So soll es mehrere geschichtliche Vorträge geben, die sich sowohl mit der Zeit vor 1222 als auch mit den vergangenen 150 Jahren sowie der Geschichte einzelner Höfe beschäftigen. Auch eine Bilderausstellung sei denkbar, ebenso ein Tag des offenen Hofes, ein Dorfflohmarkt oder gar ein Autokino oder ein Open Air. Das Jubiläumsjahr soll mit dem Silvesteranläuten einen klangvollen Auftakt bekommen.

Rolf Malzahn hat bereits mit der Erstellung eines eigenen Logos für die Feierlichkeiten begonnen. „Damit bin ich aber noch nicht fertig, ich habe nur grobe Entwürfe mitgebracht“, so Malzahn. Er ärgerte sich etwas, dass der Beamer diese obendrein in einem falschen Format darstellte. „Aber ich habe dazu eine grundsätzliche Frage: Soll es im Logo ‘Oesingen’ oder ‘Groß Oesingen’ heißen? Denn das macht vom Layout her natürlich einen riesigen Unterschied.“ Per Abstimmung entschieden sich die 14 Anwesenden, zu denen neben Gemeinderatsmitgliedern auch Vertreter der Vereine sowie engagierte Bürger zählten, mit großer Mehrheit für Oesingen. Das sei inklusiver, die Ortsteile würden dadurch besser mit eingeschlossen. Erich Milter merkte an, dass der Ort auch in der Urkunde von 1222 als Oesingen erwähnt würde.

Beginnen sollen die Festlichkeiten mit einem Kommers. Als Veranstaltungsort für die 800-Jahr-Feier standen das alte Dorf und der Komplex Feuerwehrgerätehaus-Schützenplatz-Kiesgarten zur Debatte. Zu Letzterem kommentierte Bernd Kahle: „Damit hätten wir definitiv keinen Abklatsch vom letzten Mal.“ Von der 775-Jahr-Feier wollte Schulze einen Film von der Medienwerkstatt Isenhagener Land vorführen, die Technik machte ihm aber einen Strich durch die Rechnung. Die Anwesenden bevorzugten das alte Dorf als Veranstaltungsort. „Das hat einfach Atmosphäre, das ist charmant“, sagte Anja Menzendorf. „Wir müssen die Höfe anfragen, ob sie mitmachen. Ansonsten ist das sowieso sinnlos.“

Und auch die ortsansässigen Vereine sollen angefragt werden, ob und in welcher Form sie sich beteiligen wollen. „Jeder muss sagen, was er machen möchte“, betonte Malzahn. „Es funktioniert nur, wenn alle auch mitmachen.“ Schulze erklärte sich bereit, ein entsprechendes Anschreiben fertig zu machen. „Vielleicht kommen ja auch schon bei der Besprechung der Termine in zwei Wochen schon die ersten Vorschläge.“

In Anlehnung an den Jubiläumsbrunnen wurde überlegt, ob man auch für die 800-Jahr-Feier etwas Ähnliches schaffen könnte. „Ich bin ja ganz begeistert von dem Spielplatz, den Weißenberge jetzt zum 400-jährigen Bestehen eingeweiht hat“, merkte Malzahn an – und bekam viel Zustimmung. Marion Gertken schlug außerdem die Aufstellung von Outdoor-Sportgeräten vor: „Das wäre etwas für alle, für Jüngere und für Ältere.“ Die Planungen werden fortgesetzt.

VON DENNIS KLÜTING

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare