Sicherheit, Liebe und Glaube

Groß Oesingen: Bodyguard von Muhammad Ali erzählt aus seinem Leben

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Michael Stahl erzählte beim Männerfrühstück der Immanuelsgemeinde von der Arbeit für Muhammad Ali und dem schwierigen Verhältnis zu seinem Vater.

Groß Oesingen – Zu ihrem Männerfrühstück hatte sich die Groß Oesinger Immanuelsgemeinde (SELK) wieder einen illustren Gastredner eingeladen: Michael Stahl, Kampfsportler und Leibwächter zahlreicher Prominenter, darunter auch von Box-Legende Muhammad Ali.

Doch um fliegende Fäuste und gefährliche Situationen ging es an diesem Vormittag nicht – sondern um die Frage der Beweggründe, um Rückhalt, Glauben und um Liebe.

„80 Prozent aller erfolgreichen Menschen wollen sich ihrem Vater beweisen“, sagte Stahl, der sich den 80 Zuhörern als „Micha“ vorstellte. Christiano Ronaldo, Reinhold Messner, Arnold Schwarzenegger – sie alle hätten eine schwierige Beziehung zu ihren Vätern gehabt. Und auch Stahl.

Der Ulmer berichtete, wie er in Armut als Sohn des arbeitslosen Dorftrinkers aufwuchs und immer Angst vor den Launen seines Vaters hatte. „Kinder wollen zwei Sätze von ihrem Vater hören: ‘Ich hab dich lieb’ und ‘Ich bin stolz auf dich’“, sagte der Ulmer überzeugt. „Aber die meisten Väter sagen es nicht.“

Erst vor 13 Jahren habe sich die Beziehung zu seinem Vater grundlegend geändert: Als dieser ihm seine Liebe ausgesprochen und ihn um Vergebung gebeten hatte. Dies sei der Moment gewesen, in dem sich Vater und Sohn erstmals in den Arm genommen hatten. „Und jemanden in den Arm nehmen, das ist ein Stück Himmel“, sagte Stahl überzeugt. Denn auch sein Glaube habe bei dieser Entwicklung eine maßgebliche Rolle gespielt.

Auch von seiner Begeisterung für Kampfsport, seinen beruflichen und vor allem persönlichen Niederlagen sowie seiner Arbeit als Bodyguard. unter anderem für sein Idol Muhammad Ali, erzählte Stahl in seiner offenen und humorvollen Art.

VON DENNIS KLÜTING

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