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Groß Oesingen: B4-Saltroute-Festival kommt gut an

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Ramones Experience eröffneten am Samstagabend das B4-Saltroute- Festival in Groß Oesingen. © Ohse

Groß Oesingen. Da war doch für alle was dabei, man musste es nur laut und hart wollen. Bunt gemischt, auch von der Altersstruktur, waren die Fans der ehrlichen Rockmusik im Gasthaus „Zur Linde“.

Männer wie Frauen, jugendliche Fans wie auch Jungsenioren lauschten, tanzten und feierten gemeinsam vor der Bühne oder im respektvollen Abstand zu ihr.

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Von Hoax gab es am Samstag auch kräftig etwas auf die Ohren. © Ohse

Denn bei allen Gruppen gab es gehörig was auf die Ohren. Aus New York City nach Groß Oesingen hatte es das Ramones Experience verschlagen, wie der Sänger kundtat. Und dann, „Hey ho, let’s go“, ging es auch schon los. Im Stundentakt gab es sechs Auftritte, Backbeat, Mopilots, Tempest, Hoax und Darius und Raccoon schlossen sich an. Dem eng getakteten Programm war geschuldet, dass auf Zugaben verzichtet werden musste, die die Gäste jedes Mal energisch einforderten. Doch dafür zogen alle Bands ihre größten Hits aus dem Köcher. Auch Backbeat rockigen Klängen. Sie gaben auch den weiblichen Gästen eine Chance zum Tanzen. Denn beim B4-Saltroute-Festival gab es Phasen, da sah man auch mal nur Männer im Halbkreis vor der Bühne. Wenn es um Pogotanzen ging, etwa, bei dem die masseträchtigeren und rabaukigen Gäste naturgemäß Vorteile haben, aber auch beim Headbanging. Da waren ältere Männer mit langen Haaren ebenfalls im Vorteil gegenüber Frauen im junggebliebenen Alter und Kurzhaarschnitt, wie man sah.

Ob es im kommenden Jahr weitergeht mit einem Rockfestival, ließen die Organisatoren offen. „Es ist ein enormer Aufwand“, hieß es. Und der Erfolg sei nicht berechenbar. Diesmal allerdings war man mit dem Zuspruch sehr zufrieden, das Publikum erinnerte sich wohlwollend an die erste Auflage vor einem Jahr, die noch unter dem Titel „Shake up the Monsters“ an gleicher Stelle mit anderen Gigs begeistert hatte. Auch an diesem Samstag kamen die Gäste von weiter her.

Geachtet wurde bei der Bandauswahl vor allem auch auf die örtliche Herkunft. Ausschließlich heimische Bands traten auf, und da zeigte der Nordkreis, was er musikalisch zu bieten hat. Und welche engagierten Musiker dazu, denn manche fuhren am Samstag eine Doppelschicht, weil sie mehrmals auf der Bühne standen. Rekordhalter war an diesem Abend Thorsten „Timme“ Dierks, der gleich dreimal das Schlagzeug drosch, und zwar mit Durchhaltevermögen und ohne Qualitätseinschränkung. Routine für den Frontman von Seducer, die Mitglieder dieser Band wirkten diesmal in anderen Formationen ebenfalls mit.

Von Burkhard Ohse

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