Wahrenholz hat auch abseits der Dorferneuerung viel vor

Gewerbegebiet und „Im Syke III“

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Das Umfeld des Wahrenholzer Bahnhofs soll in diesem Jahr neu gestaltet werden. Für die Parkplätze läuft momentan ein Förderantrag bei der Landesnahverkehrsgesellschaft.

Wahrenholz. Natürlich steht auch 2018 für die Gemeinde Wahrenholz ganz im Zeichen der Dorferneuerung. Aber auch abseits dieser umfangreichen Maßnahmen hat sich die Gemeinde einiges vorgenommen.

Herbert Pieper

„Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll“, sagte Bürgermeister Herbert Pieper lachend.

• Der Umzug der Gemeindeverwaltung in die historische Wassermühle soll im Februar erfolgen. Ursprünglich war Ende 2017 angepeilt worden, es kam aber zu Verzögerungen. „Wir haben aber keinen wirklich Druck, wir müssen erst bis 30. Juni ausgezogen sein“, so Pieper. Bis die Gemeinde schließlich in das neue Dorfzentrum in der Alten Schmiede gezogen ist, sei die Nachnutzung der Wassermühle „auch erstmal kein Thema mehr.“

• Für die Dorfmitte laufen die entsprechenden Anträge, eine Entscheidung wird im Mai erwartet. Pieper hat darum gebeten, das Ärztehaus möglichst frühzeitig zu berücksichtigen. Auch die Baugenehmigung für das Seniorenwohnen stehe kurz vor der Vollendung.

• Für die Neugestaltung der Parkplätze im Bahnhofsumfeld läuft ein Förderantrag bei der Landesnahverkehrsgesellschaft. „Das wären dann 75 Prozent, von den restlichen 25 Prozent fördert der Regionalverband Großraum Braunschweig noch mal die Hälfte“, so Pieper.

• Die Sanierung der Straße Uhlenberg in Betzhorn ist ausgeschrieben, Baubeginn soll im März sein. „Eigentlich sollte die Maßnahme bis 30. Juni abgeschlossen sein, aber das werden wir nicht schaffen“, kündigte der Bürgermeister an. Daher bemühe er sich um eine Verlängerung der Frist. Das Osterfeuer werde am ursprünglichen Standort am Grünen Weg stattfinden, das Heideblütenfest soll wiederum am Uhlenberg veranstaltet werden.

• Die Gemeinde Wahrenholz will ein vor 20 Jahren auf den Weg gebrachtes Gewerbegebiet wieder aufleben lassen – das, was an das Bestehende am Ortsausgang Richtung Neudorf-Platendorf angrenzt. Das Gebiet soll 60 000 Quadratmeter umfassen. „Damals hat es keine Interessenten gegeben“, erklärte Pieper. „Jetzt schon.“ Daher führe die Gemeinde Gespräche mit den Gewerbetreibenden. „Das kann schnell weggehen“, so der Bürgermeister. Daher soll nun der Planentwurf von 1998 zügig neu aufgestellt werden.

• Die Gemeinde will ein neues Baugebiet „Im Syke III“ ausweisen. „’Im Syke II’ ist voll bebaut, da steht der Endausbau an“, sagte Pieper. Es gäbe bereits mehr als 30 Interessenten für „Im Syke III“, die Gemeinde müsse sich nun Gedanken um den Grunderwerb machen.

• „Wir stoßen mit all diesen Vorhaben an die Grenzen unserer Kapazitäten“, fasste Pieper zusammen. Daher wolle man sich Gedanken um mögliche Entlastung machen. Dies könne beispielsweise durch Projektbegleiter geschehen, aber konkret stehe da noch nichts fest“, schloss der Bürgermeister.

Von Dennis Klüting

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