Erleichterung in Wesendorf: Puter und drei Zwergziegen tauchen bei Dietmar Lenzner im Gehege auf

Gestohlene Tiere sind wieder da

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Besitzer Dietmar Lenzner aus Wesendorf kann sich nicht erklären, wer das Schloss vom Tor seines privaten Freigeheges aufgebrochen und sich Zutritt zu den Tieren verschafft hat.

va Wesendorf. So geheimnisvoll, wie sie verschwunden waren, tauchten sie wieder auf: Als der Wesendorfer Dietmar Lenzner jetzt sein Freigehege betrat, entdeckte er seinen rund 16 Kilogramm schweren Puter und seine drei afrikanischen Zwergziegen wieder.

Sie waren in der vergangenen Woche – in der Nacht zum Dienstag – aus seinem Gehege gestohlen worden (das IK berichtete). Möglicherweise haben die Diebe nun „kalte Füße“ bekommen.

Lenzner machte große Augen, als er die Tiere am Sonnabend gegen 11 Uhr wiedersah. „Ich wollte das erst gar nicht glauben. Ich bin dann sofort nach Hause gegangen und habe das meiner Frau erzählt. Sie dachte, ich würde sie veräppeln“, erzählt Lenzner dem IK. Seine Frau und er diskutieren bis heute lebhaft darüber, wo die gestohlenen Tiere plötzlich herkommen.

Die Freude bei ihm ist umso größer. „Ich finde es schön, dass die Tiere wieder da sind“, sagt Lenzner. Dem Puter hat die unfreiwillige Reise allerdings etwas zugesetzt. „Er ist total eingeschüchtert und man hat ihm sehr viele Federn ausgerissen“, beschreibt Lenzner, der jetzt wahrscheinlich eine Henne kaufen wird, um den Puter wieder aufzupäppeln. Wer seine Tiere gestohlen hat, darüber rätselt Lenzner: „Ich habe keinen Verdacht, ob es ein oder mehrere Diebe waren.“

Im Dunkeln tappt auch die Polizei. Ihr Sprecher aus Gifhorn, Mathias Müller-Sonnenberg, kann sich auf Anfrage des IK nicht erklären, wer der Täter war. „Es gibt nach wie vor keine Spuren. Aber wir ermitteln weiter.“ Warum die Tiere plötzlich wieder aufgetaucht sind, darüber spekuliert Müller-Sonnenberg: „Ich denke, der oder die Täter könnten ein schlechtes Gewissen gehabt haben. Vielleicht war es auch Angst, entdeckt oder verraten zu werden.“

Lenzner hat inzwischen den Zaun zu seinem Freigehege mit Stacheldraht befestigt. Doch eine hundertprozentige Sicherheit gebe es nicht, sagt er. „Wenn einer etwas vorhat, kommt er so oder so auf das Gelände.“ Dennoch hat Lenzner das kaputte Schloss so aufgehängt, dass er den Zaun wieder zuziehen kann. „Es fehlt jetzt nur noch, dass der Unbekannte ein neues Schloss besorgt und es am Zaun befestigt“, sagt er.

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