1. az-online.de
  2. Isenhagener Land
  3. Wesendorf

Geplanter Kreisverkehr bei Wesendorf: „Es wird leichter, auf die B 4 zu kommen“

Erstellt:

Von: Pascal Patrick Pfaff

Kommentare

Die Ummersche Kreuzung bei Wesendorf im April 2022 mit Behelfsampeln
Die Ummersche Kreuzung bei Wesendorf bekommt bald einen Kreisverkehr. Im Optimalfall wird in gut zweieinhalb Jahren mit dem Bau begonnen. Noch laufen aber die Planungen für das Projekt. © Freier Mitarbeiter

Die Projekte „Kreisverkehr Ummersche Kreuzung“ und „Radweg Wesendorf“ an der B 4 kommen zwar voran, Verkehrsteilnehmer müssen aber noch etwas Geduld bis zum Baustart haben.

Wesendorf – Michael Peuke, Leiter der Wolfenbütteler Landesstraßenbaubehörde, erklärt auf IK-Anfrage, dass er über Medienberichte erstaunt war, die einen festen Beginn für das Jahr 2024 vermeldeten. Das sei ja auch richtig, gelte aber nur für einen optimalen Ablauf des Planungsverfahrens. „Und selbst in diesem Fall wird es nichts vor Ende 2024“, betont Peuke.

Bei der Behörde befasst man sich derzeit mit den für die Projekte relevanten Unterlagen, baulich laufe aktuell aber noch nichts. „Wir sind momentan an der Schlussbearbeitung des Vorentwurfs. Danach führen wir eine Kostenrechnung durch. Ist diese sogenannte Haushaltsunterlage fertig, dann erstellen wir den Planfeststellungsentwurf“, schildert Peuke den Ablauf. Im nächsten Schritt werde dann der Landkreis Gifhorn eingebunden, der das Planfeststellungsverfahren einleitet. Behörden und Unternehmen können laut Peuke anschließend Hinweise zum Vorhaben als Stellungnahmen formulieren. „Möglicherweise gibt es danach einen Erörterungstermin, das hängt davon ab, ob es Einwände zu den Projekten gibt.“

Der Neubau des Kreisverkehrs an der Ummerschen Kreuzung und des Radwegs an der L 284 ist als Sicherheitsmaßnahme zu verstehen. So zählt die Kreuzung laut polizeilicher Unfallstatistik als Unfallhäufungsstelle. „Ein Kreisel erhöht insofern die Verkehrssicherheit. Es wird somit leichter, aus Ummern oder Wesendorf auf die B 4 zu kommen“, so Peuke.

Dem Straßenbauexperten zufolge belaufen sich die Kosten für beide Projekte auf 2,5 Millionen Euro. Peuke: „Es war zunächst geplant, dass die Gemeinde einen Teil der Radweg-Finanzierung übernimmt, genauer gesagt die Hälfte der Baukosten für die Strecke von Wesendorf bis zur B 4. Das wurde aber geändert.“ Nun werde das Projekt komplett durch das Land Niedersachsen bezahlt. Fast genauso wie beim Kreisel: Dafür kommen laut Peuke nämlich der Bund und das Land auf.

Auch interessant

Kommentare