Wesendorf: Diskussionen und Uneinigkeiten über Entsorgung / Gutscheine ermöglichen kostenlose Abgabe

Gemeinde sucht die Laub-Lösung

Wesendorf. Buntes Laub erfreut beim Spaziergang und bringt herbstliche Stimmung in jedes Heim. Sobald dann die Blätter fallen, werden sie schnell zur Last. „In Wesendorf diskutieren wir über das Thema Laub schon an die 20 Jahre“, sagt Samtgemeindebürgermeister Walter Penshorn.

Begonnen hat alles mit einer freiwilligen Sammelaktion. Doch gut gemeinte Ansätze verlieren schnell ihre Wirkung.

„Es gilt für jede Gemeinde eine individuelle Lösung für die Entsorgung von Laub zu finden“, erklärt Penshorn. Die derzeitige Lösung, nämlich die Ausgabe von Laubgutscheinen, ist „ein gutgemeintes Angebot für unserer Bürger“. „Bisher gab es immer eine positive Resonanz“, sagt Wesendorfs Bürgermeister Siegfried Weiß.

Siegfried Weiß

Doch einige Stimmen in der Bevölkerung sehen das anders. Dazu zählt Claus Hildebrand: „Das Problem besteht in Wesendorf darin, dass der Transport hin zur Deponie gerade für ältere Menschen nicht geregelt ist – auch, wenn sie diese Gutscheine hätten“, erzählt Hildebrand im IK-Gespräch. Vor zwei Wochen habe er von ungefähr 25 Familien insgesamt 500 Säcke Laub abgeholt. Und das mit einem Gummiwagen, der nun auf einem privaten Grundstück in Wesendorf steht. „Ich möchte eine Regelung, die für alle zufriedenstellend ist“, fordert der Wesendorfer. Eine Lösung, so Hildebrand, sei, Container an verschiedenen Stellen in Wesendorf aufzustellen. Das habe im Jahre 2010 schon einmal funktioniert. Da hatte es Laub-Container an der Kita Fuhrenmoor, am Bauhof und in Westerholz gegeben. Dem stehen Penshorn und Weiß scharf entgegen. „Unser Container ist sozusagen die Deponie, die unweit von Wesendorf entfernt liegt“, erklärt Weiß.

Von Maike Scholz

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