Schulausschuss empfielt Einrichtung einstimmig an den Samtgemeinderat

Ganztag zuerst in Wesendorf

An der Wesendorfer Grundschule soll im August 2021 Ganztagsbetreuung angeboten werden. Für den Anbau des Fahrstuhls liege die Baugenehmigung noch nicht vor, wie Samtgemeindebürgermeister René Weber auf eine Anfrage von Siegfried Weiß (SPD) erklärte.
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An der Wesendorfer Grundschule soll im August 2021 Ganztagsbetreuung angeboten werden. Für den Anbau des Fahrstuhls liege die Baugenehmigung noch nicht vor, wie Samtgemeindebürgermeister René Weber auf eine Anfrage von Siegfried Weiß (SPD) erklärte.

Samtgemeinde Wesendorf – Einstimmig hat der Schul-und Kitaausschuss in seiner Sitzung am Donnerstagnachmittag im Schönewörder Sport- und Gemeindezentrum an den Samtgemeinderat empfohlen, die Einführung der Ganztagsgrundschule in Wesendorf zum August 2021 in die Wege zu leiten.

Damit soll der Ganztagsbetrieb an der Wesendorfer Grundschule am Lerchenberg früher als an den Grundschulen in Groß Oesingen und in Wahrenholz eingeführt werden.

Denn in Wesendorf können die Grundschüler die Mensa der Oberschule nutzen. Diese steht übrigens ab Montag, 14. September, nach der Corona-Zwangspause auch wieder zur Verfügung. In Groß Oesingen will die Samtgemeinde eine Mensa auf dem Schulgelände errichten, in Wahrenholz hat sie der Gemeinde das ehemalige Bürgerhaus abgekauft. Dort findet bereits jetzt die Nachmittagsbetreuung durch das DRK statt. Damit auch in Wahrenholz eine Ganztagsbetreuung angeboten werden kann, soll dort eine Mensa eingerichtet werden.

Ernst Schreiber (FDP) wunderte sich, dass es einzelne Konzepte zum Ganztagsbetrieb erstellt worden waren: „Warum wurde nicht ein gemeinsames erarbeitet?“ Jörg Bratz, Leiter der Wesendorfer Grundschule, erklärte: „Die Schulen sind unterschiedlich entwickelt, haben unterschiedliche Schwerpunkte und auch eine unterschiedliche Ausstattung. Die Ganztagskonzepte müssen nicht gleichgeschaltet sein, jede Schule ist anders.“

Auch der Vorschlag, freitags noch ein warmes Mittagessen anzubieten, auch, wenn es keine Nachmittagsbetreuung geben sollte, wurde von Schreiber hinterfragt. „Warum dieses Mittagessen? Das Land wird sich in diesem Falle ja nicht daran beteiligen.“ Samtgemeindebürgermeister René Weber erklärte, dass es ein Minimum an Essen gebe, die in der Mensa der Oberschule verzehrt werden müssen, damit es sich für den Betreiber rechne. „Mit einem weiteren Tag wird das natürlich einfacher.“ Marion Gieselmann, Leiterin des Schulamtes, ergänzte: „Zudem wird der Wunsch nach einer Nachmittagsbetreuung regelmäßig bei den Eltern abgefragt.“ Dieser sei erkennbar gesunken, nachdem die Mensa auch für alle Grundschüler verfügbar gemacht wurde. „Das zeigt, dass einigen Eltern dieses Mittagessen wichtig ist“, so Weber. „Es hängt ganz klar von der Akzeptanz der Eltern ab.“ VON DENNIS KLÜTING

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