Aus eins mach zwei?

G 10: Samtgemeinde könnte sich Aufteilung der Trägerschaft vorstellen

Die Samtgemeinde Wesendorf könnte sich vorstellen, die Trägerschaft an der G 10 aufzuteilen.
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Die Samtgemeinde Wesendorf könnte sich vorstellen, die Trägerschaft an der G 10 aufzuteilen.

Weißes Moor – Die G 10 bei Weißes Moor weist seit längerer Zeit starke Schäden auf: Die Risse und Bodenwellen sind so gefährlich, dass das Tempolimit an den betroffenen Stellen auf 10 Stundenkilometer reduziert wurde (das IK berichtete).

Über die Art und Weise, wie die wichtige Verkehrsader in Richtung Wolfsburg instand gesetzt werden könnte, wurde in den politischen Gremien umfassend diskutiert. Nun laufen die Vorbereitungen für die Arbeiten an – dabei wurde seitens der Samtgemeindeverwaltung eine weitere Idee für die Zukunft der Straße ins Spiel gebracht.

Der Samtgemeinderat hatte nach einer kontroversen Diskussion eine kostengünstige Sanierung beschlossen. Laut Samtgemeindebürgermeister René Weber laufen die Planungen dabei an. „Je nach Auslastung der Unternehmen könnte es vielleicht sogar noch dieses Jahr klappen“, hofft Weber. Spätestens im kommenden Jahr sollen die Schäden an der G 10 vorerst wieder behoben sein.

Im Zuge der Diskussion um den Umfang der Sanierung war auch die Frage nach der Trägerschaft der Straße wieder ins Spiel gebracht worden. Die Samtgemeinde hat mit Ausnahme der G 10 alle Gemeindestraßen wieder in die Trägerschaft der Mitgliedsgemeinden übergeben. Bei der G 10 hatte man darauf verzichtet – man hoffte auf eine Übernahme durch den Landkreis. Eine komplette Übergabe der G 10 an die Gemeinde Wahrenholz wurde in der Samtgemeinderatssitzung bereits sehr kritisch betrachtet: „Die Unterhaltung dieser schwierigen Straße sollte man der Gemeinde Wahrenholz nicht zumuten, das sollte auch weiterhin Aufgabe der Samtgemeinde sein“, meinte dazu Ratsherr Jürgen Hildebrandt, der die G 10 selbst täglich nutzt. Dennoch wurden auch Stimmen laut, die eine Gleichbehandlung aller Mitgliedsgemeinden forderten.

Beiden Standpunkten will die Samtgemeindeverwaltung mit dem Vorschlag Rechnung tragen, die Trägerschaft der G 10 aufzuteilen: Der „unproblematische“ Teil zwischen Wahrenholzer Ortsausgang und der K 31 könnte an die Gemeinde Wahrenholz übergeben werden – zu den gleichen Konditionen, zu denen auch schon 2006 die anderen Gemeindestraßen übergeben wurden. Dies würde bedeuten, dass sich die Samtgemeinde bis zu zehn Jahre lang an möglichen Fahrbahnsanierungen mit 50 Prozent beteiligt. Für den Teilabschnitt auf moorigem Untergrund östlich der K 31 bis zur K 29 soll weiterhin die Samtgemeinde verantwortlich bleiben. Die Samtgemeindeverwaltung hat diesen Vorschlag in die politischen Gremien zur Beratung gegeben. VON DENNIS KLÜTING

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