Zahrenholz: Verdeckter Horizont ist laut Regionalverband für einzelne Anwohner zumutbar

Freie Sicht – nicht für alle

+
Für einige Zahrenholzer Bürger könnte eine Realisierung der Windenergienutzung bedeuten, dass ihre Sich auf den horizont zu mehr als 120 Grad von Windrädern verdeckt wird.

Groß Oesingen/Zahrenholz. Nicht nur in Wahrenholz gab es Bedenken zu den neuen Flächen für Windenergienutzung. Auch die Gemeinde Groß Oesingen hatte noch Fragen an den Regionalverband großraum Braunschweig.

Deswegen nahm neben Samtgemeindebürgermeister René Weber auf Groß Oesingens Bürgermeister Jürgen Schulze an einem nichtöffentlichen Erörterungstermin teil.

Die Potenzialflächen wurden von 396 Hektar auf 173 Hektar verkleinert. Dennoch stellt sich für die Zahrenholzer die Frage nach dem Sichthorizont. „Denn der darf laut Regionalverband nur zu 120 Grad, sprich einem Drittel, verdeckt sein“, erklärt Weber. Nach den aktuellen Planungen dürfte dies aber in Teilen von Zahrenholz nicht der Fall sein, vereinzelt ist deutlich mehr vom Horizont verdeckt. „Beim Regionalverband wurde uns dann aber gesagt, dass die Ortsmitte die Grundlage für die Bemessung sei und dass für vereinzelte Anwohner auch mehr als 120 Grad Sichtverdeckung anfallen könnten.

Das Potenzialgebiet war aus natur- und artenschutzrechtlichen Gründen verkleinert worden: Das ursprünglich anvisierte Areal dient schützenswerten Vögeln wir Schwarzstorch, Rotmilan und Seeadler als Nahrungs- und Bruthabitat und grenzt außerdem im Norden an ein Naturschutzgebiet an. Daher wurden zahlreiche Flächen aus dem Gebiet gestrichen.

Von Dennis Klüting

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare