Polizei und TU Braunschweig ermitteln Fahrzeugtempo auf B 4

Forschung mit Radar und Zählkästen

Untersuchung zwischen Wagenhoff und Gamsen: Mit diesen Kästen und mit Tempomessungen soll die Wirkung polizeilicher Kontrollen auf das Fahrverhalten erforscht werden. Foto: Frankewitsch

Wagenhoff. Sie sind kleiner als ein Schuhkarton, haben eine weiße Abdeckung und wirken unscheinbar. Gemeint sind die Zählkästen, die seit kurzem an der B 4 zwischen Wagenhoff und Gamsen an Schildermasten hängen.

Dahinter verbirgt sich ein Forschungsprojekt, das die Technische Universität (TU) Braunschweig jetzt gemeinsam mit dem niedersächsischen Innenministerium und der Polizei Gifhorn gestartet hat.

Mit den Kästen lassen sich die Verkehrsmengen messen, erläutert Elisabeth Hoffmann, Pressesprecherin der TU Braunschweig, auf IK-Anfrage. „Das Ganze ist eine langfristige Analyse zum Verkehrsfluss an bestimmten Stellen. Die Messungen werden anonymisiert und sind ohne Folgen für Verkehrsteilnehmer.“

Neben den Zählkästen trägt auch die Polizeiinspektion Gifhorn zu dem Forschungsprojekt bei. „Wir messen noch bis zum 10. Juli zwischen Wagenhoff und Gamsen mit Laserpistole und Radargerät die Geschwindigkeit der Fahrzeuge – zu unterschiedlichen Zeiten und in verschiedenen Richtungen“, sagt Polizeisprecher Thomas Reuter. Wer Verkehrsverstöße begehe, werde von den Beamten angehalten und müsse Verwarn- oder Bußgelder zahlen.

Die TU Braunschweig will damit herausfinden, wie sich polizeiliche Tempomessungen auf die künftige Geschwindigkeit der Fahrzeuge auswirken, erklärt Reuter. „Damit werden wir Urlauber, die zufällig über die B 4 fahren, natürlich nicht erreichen. Aber wir erhalten Erkenntnisse über das Fahrverhalten von Pendlern, die dort regelmäßig unterwegs sind.“ Die B 4 zwischen Gamsen und Wagenhoff sei für die Untersuchung ausgewählt worden, weil dieser Abschnitt unfallträchtig sei.

Von Bernd Schossadowski und Rieke Jung

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