Einschränkungen durch Schallschutz

Groß Oesingen will wachsen – Flächen für Wohnen und Gewerbe

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Das Baugebiet „Böttelsfeld“ an der Klein Oesinger Straße ist 2,1 Hektar groß. Bei der Parzellierung handelt es sich lediglich um einen Entwurf. 

Groß Oesingen – Ein neues Wohn- und ein neues Gewerbegebiet will Groß Oesingen ausweisen. Der Gemeinderat fasste in seiner jüngsten Sitzung den Aufstellungsbeschluss für das Baugebiet „Böttelsfeld“.

Das Gewerbegebiet im Norden Groß Oesingens soll erweitert werden. 

Die 2,1 Hektar große Fläche an der Klein Oesinger Straße soll Platz für rund 22 Bauplätze bieten. „Die Parzellierung ist aber nur ein Entwurf“, erklärte die Braunschweiger Planerin Frauke Schwerdt ihren Entwurf. Dieser sieht einen geschwungenen Straßenverlauf vor, der eine Seitenstraße mit Wendehammer sowie eine längere Einfahrt für zwei Grundstücke in der zweiten Reihe aufweist. „Weitere Einfahrten zur Straße hin wollten wir aufgrund des bestehenden Radweges vermeiden“, erklärte Schwerdt. Die Grundstücksgröße beträgt überwiegend zwischen 800 und 920 Quadratmetern.

Ursprünglich waren sich die Gemeinde und die Planerin nicht sicher gewesen, ob die Ausweisung dieses Baugebiets eine Erweiterung des Gewerbegebiets im Norden beeinträchtigen könnte. „Nach dem Schallschutzgutachten lässt sich das aber vereinbaren“, erklärte Schwerdt dem Gremium. Jedoch wird es Einschränkungen aufgrund der Nähe zur Wohnbebauung geben, nicht zu jeder Uhrzeit werde jede Arbeit verrichtet werden dürfen. Schwerdt stellte unterschiedliche Möglichkeiten vor, wie die Erweiterungsflächen aufgeteilt werden könnten, um die gewerbliche Nutzung mit dem Schallschutz für die Anwohner möglichst optimal zu vereinbaren. „Es sind möglicherweise aber auch weitere Abschirmmaßnahmen möglich, es gibt dort ja doch starke Lkw-Bewegungen“, so Schwerdt.

Bürgermeister Jürgen Schulze bedankte sich für Schwerdts Ausführungen. „Es ist gut, dass wir das direkt zeigen konnten, jetzt können sich die Leute auch etwas darunter vorstellen.“

Zum Baugebiet „Siekfeld II“ merkte Schwerdt an, dass es noch Unstimmigkeiten mit dem Wasserverband bezüglich der Verlegung von Leitungen sowie eines Pumpwerks gegeben habe. Dadurch sei die Straße höher als geplant herausgekommen. „Normalerweise kann man sowas über die Dachneigung korrigieren – aber nicht bei Fertighäusern, das macht der Landkreis nicht mit“, sagte Schwerdt. Daher müsse der Bezugspunkt geändert werden. Das sei aber glücklichweise „ein ganz schlankes Ding“, das direkt in die öffentliche Auslegung gehen könne, sagte die Braunschweiger Planerin.

VON DENNIS KLÜTING

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