Westerholz: Unbekannter Tierquäler schlägt zum vierten Mal bei Pferden zu

Fiese Fallen mit Stacheldraht

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Claudia Kremer sorgt sich um Catch Me (l.) und Balu: Schon vier Mal hat es ein Unbekannter auf die Tiere abgesehen.

Westerholz. Claudia Kremer ist fassungslos: „Wer tut sowas?“ Bereits zum vierten Mal hat ein Unbekannter ihre beiden Pferde im Westerholzer Ortsteil Hasenberg mit Stacheldraht verletzt.

Der Täter warf in allen Fällen Stacheldrahtfallen in das weitläufige Gehege der Tiere.

„Das sind kleine Knäuel aus Stacheldraht“, erklärt Kremer. „Wenn ein Pferd reintritt, wickelt sich der Stacheldraht um das Bein und reißt Wunden.“ Bei Schmerz bekämen die Pferde Panik und würden loslaufen. „Aber dadurch wird es ja nicht besser, die Wunden reißen immer weiter auf und im schlimmsten Fall verliert das Tier die Beine und muss eingeschläfert werden“, sagt die Halterin. „Das ist kein Kinderstreich, das ist übelste Tierquälerei!“ Ihren beiden Pferden, der Hannoveranerstute Catch Me und dem Friesen Balu, sind tödliche Verletzungen bislang erspart geblieben, sie kamen mit einige blutigen Wunden davon. „Aber die Beiden waren durch die Angriffe total verstört“, so Claudia Kremer. „Sie haben sich in den Stall zurückgezogen und sind kaum noch hervorgekommen.“ Durch langes und intensives Horsemanship-Training habe Catch Me mittlerweile langsam wieder Zutrauen gefunden.

„Tierquälerei ist absolut verwerflich, da sie sich gegen wehrlose Tiere richtet“, äußerte sich Gifhorns Polizeisprecher Thomas Reuter zu dem Vorfall. Dem Täter droht für dieses Verbrechen eine Freiheitsstrafe.

Kremer hofft nun nur noch, dass die Tierquälerei ein Ende findet und sie, ihre Familie und die Pferde einfach in Ruhe leben können.

Denn die Angriffe haben das Leben der jungen Familie und ihrer Tiere vollständig auf den Kopf gestellt.

Von Dennis Klüting

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