Haushaltsausschuss der Samtgemeinde Wesendorf stimmt für Vorhaben in Wahrenholz

Feuerwehrhaus in Wahrenholz soll ans Nahwärmenetz

Das Wahrenholzer Feuerwehrhaus soll an das Nahwärmenetz angeschlossen werden.
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Das Wahrenholzer Feuerwehrhaus soll an das Nahwärmenetz angeschlossen werden.
  • Dennis Klüting
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Wesendorf/Wahrenholz – Das Wahrenholzer Feuerwehrhaus soll an das Nahwärmenetz der KNW GmbH angeschlossen werden.

Einen Antrag Ernst Schreibers (FDP), aus Gründen von Kosten und Vertragsgestaltung darauf zu verzichten, lehnte der Haushaltsausschuss der Samtgemeinde Wesendorf mehrheitlich ab.

„Das Geld ist knapp“ begründete Schreiber seinen Antrag. Der Anschluss des Feuerwehrhauses ans Nahwärmenetz bedeute Mehrkosten von 2500 Euro pro Jahr auf zehn Jahre. Zudem enthalte der Vertrag eine Mindestabnahmemenge, und es sei nicht festgesetzt, dass nachwachsende Rohstoffe zur Beheizung des Nahwärmenetzes eingesetzt werden müssen. Statt des Anschlusses an das Nahwärmenetz solle die Samtgemeinde Schreibers Auffassung nach Technologien wie „grünes Gas“ verfolgen.

Klaas Evers, Betreiber des Nahwärmenetzes, wollte dazu „ein paar Missverständnisse aufklären“: „Das Nahwärmenetz wird ausschließlich mit Holzhackschnitzeln aus der Region betrieben.“ Dafür gebe es feste Lieferverträge. Eine Ausnahme gebe es nur dann, falls der Kessel ausfallen sollte.

Die Mindestabnahmemenge und die zehnjährige Vertragsbindung seien nötig, denn das junge Unternehmen bewege 1,8 Millionen Euro. „Wir müssen Sicherheiten für die Banken hinterlegen.“ Sollte es Abweichungen geben, könne man sich jederzeit zusammensetzen und darüber reden. „Dafür sind wir ja Anbieter vor Ort.“ Evers betonte, dass der Anschluss des Feuerwehrhauses eine „All-Inclusive“-Lösung darstelle. „Und ökologisch ist die Holzhackschnitzelheizung das Sinnvollste, was man aktuell machen kann“, sagte Evers. Zudem bestehe die Möglichkeit, noch weitere Gebäude wie das ehemalige Bürgerhaus oder die Grundschule anzuschließen.

Samtgemeindebürgermeister René Weber merkte an, dass die ausschließliche Verwendung regionaler, nachwachsender Rohstoffe durchaus im Vertrag hätte aufgeführt werden können. zudem hätte er sich eine etwas flexiblere Vertragsgestaltung gewünscht.

Es wurde kurz diskutiert, ob Schreibers Antrag überhaupt zulässig sei, da der sich der Verwaltungsausschuss schon mit der Sache befasst hatte. „Ja, ein Ausschussmitglied kann jederzeit einen Antrag stellen“, sagte Ausschussvorsitzender Holger Schulz (SPD). Schließlich sprachen sich lediglich zwei der acht Ausschussmitglieder für Schreibers Antrag aus, die anderen stimmten dagegen.

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