Technisch ein eher ruhiges Jahr

Feuerwehr Pollhöfen ehrt Karl Hansen für 70 Jahre Mitgliedschaft

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Die Verantwortlichen, Beförderten, Geehrten und Ausgezeichneten der Feuerwehr Pollhöfen zeigten sich mit dem abgelaufenen Jahr zufrieden.

Pollhöfen – „Das Jahr 2019 war für die Freiwillige Feuerwehr Pollhöfen ein technisch ruhiges Jahr, was allerdings vom Feuerwehrfest besonders geprägt wurde“, informierte Ortsbrandmeister Thorsten Bergmann während der jüngsten Jahreshauptversammlung.

Bergmann ließ das abgelaufene Jahr Revue passieren, bezog Stellung zu den 16 Einsätzen, davon neun Brandeinsätze, fünf Technische Hilfeleistungen und zwei Fehlalarme, die mit 162,31 Stunden zu Buche schlugen.

Insgesamt leistete die Wehr rund 1422 Stunden Übungsdienst sowie 92 Stunden Dienst auf Lehrgängen an der Niedersächsische Akademie für Brand- und Katastrophenschutz Celle und der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Gifhorn. Im Zusammenhang mit den Einsätzen verlas Bergmann einen Dankesbrief eines Steinhorsters, dessen Vater auf der B 4 schwer verunglückt war und von den Pollhöfener Einsatzkräften aus dem Fahrzeug befreit werden konnte – und den Unfall überlebte. „Ein Höhepunkt war das Feuerwehrfest, das kaum noch zu toppen ist“, frohlockte Bergmann.

Derzeit zählt die Wehr 37 aktive Einsatzkräfte, davon drei Frauen, 14 Kameraden in der Altersabteilung und 35 Förderer. Bergmann wies auf den Anbau des Umkleideraumes am Feuerwehrhaus hin, der in den nächsten Tagen beginnen soll. Zudem sei auch die Beschaffung eines neuen Einsatzfahrzeugs für die Wehr in der Definitionsphase. Der Ortsbrandmeister dankte allen Mitgliedern für ihren stets uneigennützigen Einsatz zum Wohl des Gemeinwesens. Sein besonderer Dank galt der Samtgemeinde Wesendorf für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Einzelberichte folgten von der ersten und zweiten Gruppe, Reinhard Lamp und Georg Lamp, dem stellvertretenden Ortsbrandmeister Holger Tietje, dem Gerätewart Manfred Grabert, dem AGT-Beauftragten Henrik Hansen sowie der Jugendwartin Lina Remme von der Feuerwehr Ummern.

Die Jugendwehr Ummern, in der die Pollhöfener Jugendlichen eingebunden sind, zählt zurzeit 14 Mitglieder, die im vergangenen Jahr insgesamt 3117 Stunden Dienst leisteten. Als ein besonderes Highlight bezeichnete die Jugendwartin das fünftägige Zeltlager in Grömitz.

Bergmann kritisierte die Führung des Kreisfeuerwehrverbandes Gifhorn scharf – vor dem Hintergrund, dass sich anlässlich der Ehrung von Karl Hansen (siehe Infokasten) niemand dazu eingefunden habe, sondern nur Absagen erteilt worden seien. Hansens Enkelin Wiebke hielt jedoch eine sehr emotionale Laudatio auf ihren „Opa Karl“, der nicht nur von 1961 bis 1971 stellvertretender Ortsbrandmeister der Pollhöfener Wehr war, sondern bei einem Waldbrandeinsatz 1959 an der B 4 mit weiteren Kameraden fast ums Leben kam. Er dankte für die besondere Auszeichnung und bat alle Kameraden, bei Einsätzen auch an sich zu denken, um ihr Leben nicht aufs Spiel zu setzen.

Die Amtsträger sprachen Grußworte und dankten den Einsatzkräften für ihr stets vorbildliches Engagement zum Wohl der Allgemeinheit.

VON HANS-JÜRGEN OLLECH

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