Wesendorf: Im Miniaturmuseum von Erna Preperski wird spielerisch gelernt und Traditionen weiter gegeben

„Feuerwehr bedeutet Kameradschaft“

Erna Preperski freut sich auf die Besucher ihres Miniaturfeuerwehrmuseums in Wesendorf.
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Erna Preperski freut sich auf die Besucher ihres Miniaturfeuerwehrmuseums in Wesendorf.

Wesendorf. In Besucherkreisen wird sie liebevoll die Feuerwehr-Erna genannt. Das Leben von Erna Preperski war und ist von der Feuerwehr stark geprägt. Das zeigt vor allem ihr Miniaturfeuerwehrmuseum in Wesendorf.

Auslöser der Leidenschaft war der erste Mann, den Erna Preperski im Alter von 18 Jahren kennen gelernt hatte. Damals arbeitete sie am Bau des Berliner Flughafens Tegel mit. Ihr Mann war damals in der Freiwilligen Feuerwehr.

„Mit dem Kennenlernen meines mittlerweile verstorbenen Mannes, wurde ich dann ebenfalls von den Wehren geprägt. Es gab immer einen regen Austausch“, erinnert sich Preperski an die alte Zeit zurück.

Feuerwehr – das verbinde sie vor allem mit Kameradschaft und Familie. Der Kontakt zu den liebgewonnenen Menschen in Berlin brach auch dann nicht ab, als Erna Preperski mit ihrem Mann 1965 in die Heide zog. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten sich schon allerlei Feuerwehrutensilien gesammelt. „Als dann mein Mann im Jahre 1991 verstarb, schwor ich mir, die Feuerwehr-Tradition weiterzuführen und weiterzugeben. Ich plante die Eröffnung eines Museums“, erklärt die heutige Wesendorferin.

Zu Beginn füllte sie einen Schuppen auf dem 2000 Quadratmeter großen Waldgrundstück mit Feuerwehr-Exponaten. Helme, Orden, Autos, Uniformen, Bilder, Ausrüstung, Figuren, Schilder und ein Martinshorn, welches heute noch Alarm schlägt, stehen für neugierige Besucher bereit. Nach und nach wurde das Museum auf kleinstem Raum dann aber erweitert: Zwei Ausstellungsräume, Sitzplätze, eine kleine Bar und Exponate auf dem Grundstück zielen auf ein besseres Verständnis für die Tradition, Aufgaben und Ziele der Freiwilligen Feuerwehr damals und heute ab.

„Wir machen viel für Kinder. Gerade die Jugendfeuerwehren schlagen die Erwachsenen bei einem Quiz meistens“, freut sich Erna Preperski. Spielerisch kann auf dem Waldgrundstück gelernt und Tradition weitergegeben werden. Eine große Windmühle beinhaltet kleine Feuerwehrfahrzeuge. Um alles entdecken zu können, können kleine und große Besucher die Windmühle drehen.

Woher Erna Preperski all diese Feuerwehr-Exponate bekommen hat? „Im Laufe der Jahre hat sich doch einiges angesammelt – schließlich lebte ich mit einem Feuerwehrmann zusammen. Vieles traf auch über Spenden ein. Wehren selber ließen mir immer wieder das eine oder andere Stück zukommen“, denkt die Museumsinhaberin an die vergangene Zeit zurück.

Jetzt sammle sie nicht mehr weiter. Der Platz reiche dafür auch gar nicht mehr aus.

Trotzdem erfreut sich Erna Preperski immer wieder gerne an den Ausstellungsstücken und möchte damit auch die Besucher begeistern. Viele der Gäste bestaunen die riesige Sammlung. Für alle Fragen ist vorgesorgt. Es wird sogar ein Film gezeigt.

Neben den zahlreichen Sitzplätzen hat Erna Preperski, die jetzt in zweiter Ehe lebt, mit ihrem Mann und den Enkelkindern eine Freiluftküche installiert. „Keiner soll hier hungrig oder durstig rausgehen. Ganz traditionell gibt es Erbsensuppe und belegte Brote sowie Getränke.

„Alles ist kostenlos – auch der Eintritt – wir haben lediglich eine kleine Spendendose“, sagt Preperski. Das Museum hat zwar keine festen Öffnungszeiten aber Erna und Jörg Preperski sind jederzeit unter (0 53 76) 17 49 zu erreichen und öffnen dann ganz individuell ihre Pforten für die kleinen und großen Gäste. Der Museumseingang liegt hinter dem Hotel am Pilz, an der Bundesstraße 4 in Wesendorf. Informationen erhalten Interessierte auch auf der Homepage unter www.feuerwehr-museum.de.

Für ihr Engagement und ihren Einsatz wurde Erna Preperski mit der „Gifhorner Rose“ ausgezeichnet.

Von Maike Scholz

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