Finanzausschuss der Samtgemeinde Wesendorf empfiehlt Haushaltsentwurf einstimmig

„Fettreserven verbrennen“

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Über den Haushalt der Samtgemeinde beriet sich der Finanzausschuss und empfahl den Entwurf an den Samtgemeinderat.

Wesendorf. „Geldanlagen gestalten sich momentan schwierig“, betonte Samtgemeindebürgermeister René Weber bei der jüngsten Sitzung des Finanzausschusses. Daher böte es sich eher an, „angesammelte Fettreserven zu verbrennen“.

Entsprechend sei auch der Haushalt der Samtgemeinde aufgestellt.

Die Samtgemeinde verwalte laut Weber insgesamt 16 Millionen Euro, von denen ein Großteil Mittel der Mitgliedsgemeinden seien. Die Mittel der Samtgemeinde betragen rund 3,5 Millionen Euro. „Wir haben eine Anlage über 5 Millionen Euro zu 0,45 Prozent, die bald ausläuft“, erklärt Philipp Dreyer, Kämmerer der Samtgemeinde. Selbst eine so niedrige Verzinsung sei am Markt allerdings kaum zu bekommen.

Der Ergebnishaushalt der Samtgemeinde ist nicht ausgeglichen, er weist ein Defizit von 286 200 Euro auf. „Das ist für uns aber kein Problem, das können wir aus den Überschüssen der Vorjahre ganz einfach ausgleichen“, betonte Weber.

Im Finanzhaushalt der Samtgemeinde stehen Einzahlungen von 10,58 Millionen Euro Auszahlungen von 11,37 Millionen Euro gegenüber – ein Defizit von 790 500 Euro. In dem Haushaltsentwurf sind Kreditermächtigungen über 167 000 Euro vorgesehen, der Höchstbetrag für Liquiditätskredite soll 1,2 Millionen Euro betragen.

Die Samtgemeindeumlage wird von 3,5 Millionen Euro auf 3,9 Millionen Euro angehoben. „Die Samtgemeindeumlage wurde in den letzten sieben Jahren lediglich ein Mal erhöht. Wir sind zuversichtlich, dass wir die Umlage auch erstmal auf diesem Niveau halten können“, sagte Weber.

Der Investitionsplan der Samtgemeinde umfasst für 2017 ein Volumen von knapp 1,3 Millionen Euro (2016: 1,44 Millionen Euro). Unter anderem sieht er ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug für die Feuerwehr Betzhorn (140 500 Euro), den Mensabau an der Grundschule Groß Oesingen (420 000 Euro) und den Austausch der Fenster an der Grundschule Wahrenholz (230 000 Euro) vor. Für letzteren rechnet die Samtgemeinde mit Fördermitteln aus dem Kommunalinvestitionsprogramm (KIP) in Höhe von 207 400 Euro.

Ausschussvorsitzender Holger Schulz fasste zusammen: „Ein Haushalt, mit dem die Samtgemeinde gut aufgestellt ist und mit dem wir alle leben können. Auch die Anhebung der Samtgemeindeumlage ist angemessen.“ Die übrigen Ausschussmitglieder teilten diese Ansicht, der Entwurf wurde einstimmig an den Samtgemeinderat empfohlen, welcher ihn in der morgigen Sitzung thematisieren wird.

Von Dennis Klüting

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