Groß Oesinger Feuerwehr musste 43 mal ausrücken

Fast 6600 Stunden Brandschutz-Dienst

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Die Zwillinge Ann-Kathrin und Jasmin Dierks wurden befördert und bekamen von Feuerwehrjugendwart Hans-Heinrich Rieken Namensschilder überreicht – weil sie so schwer zu unterscheiden sind, wie Rieken betonte.

Groß Oesingen. „Würde es keine Gemeindefeuerwehr geben, dann müsste die Samtgemeinde eine Pflichtfeuerwehr bestimmen“, sagte Groß Oesingens Ortsbrandmeister Olaf Seidel am Samstagabend im Gasthaus Meinecke und erläuterte, dass auch die Ortsfeuerwehr Groß Oesingen 2017 wieder viel geleistet habe.

Kritik übte Seidel in der Jahreshauptversammlung mit Blick auf Lehrgänge daran, dass einige Mitglieder unter 25 Jahren scheinbar kein Interesse an technischer Aus- und Weiterbildung hätten. Das müsse sich 2018 ändern. Seidel bilanzierte ein einsatzreiches 2017 und dankte den Aktiven. Ein Dank ging auch an die Samtgemeinde Wesendorf, die sich stets um die Belange der Wehr gekümmert habe.

Zahlreiche schwere Unfälle, Gebäudebrände und nicht zuletzt große Sturmschäden forderten letztes Jahr zu Höchstleistungen heraus, bilanzierte Seidel. Auch die Brandschutzerziehung mit Schülern, das Osterfeuer, ortsinterne Wettkämpfe sowie Aus- und Fortbildungen gehörten zum Programm. 43 Einsätzen wurden gefahren, darunter 9 Brandeinsätze und 33 Technische Hilfeleistungen – das machte 301,5 Einsatzstunden. Insgesamt kamen die fünf Gruppen der Wehr auf 6592,5 Einsatz-, Ausbildungs- und Dienststunden.

Zurzeit zählt die Wehr 82 aktive Männer und Frauen, 17 Kameraden gehören der Altersabteilung an und 163 den Förderern. Die Jugendwehr zählt acht Jungen und neun Mädchen, die im letzten Jahr insgesamt 1303 Stunden Dienst leisteten, wie Jugendfeuerwehrwart Hans-Heinrich Rieken zufrieden berichtete. Kassenwart Matthias Binder skizzierte eine zufriedenstellende Kassenlage. Dem Kommando wurde einstimmig Entlastung erteilt.

Bei den Wahlen wurde Mario Seidel zum Gerätewart und Christian Bensch zu seinem Stellvertreter gewählt. Neuer stellvertretender Schriftführer ist Torsten Unger.

Befördert wurden Ann-Kathrin und Jasmin Dierks sowie Michelle Schulz zur Feuerwehrfrau. Niklas Heers und Tim Olfermann wurden zum Feuerwehrmann befördert. Torsten Unger, Christian Gonet und Markus Hildebrandt wurden zum Oberfeuerwehrmann, Armin Münker und Daniel Diekmann zum Hauptfeuerwehrmann befördert.

Mit dem Niedersächsischen Feuerwehr-Ehrenzeichen wurden ausgezeichnet: Jan-Wilhelm Bock, Steve Dreyer, Daniel Tarnow und Tore Müller für 25 Jahre aktiven Dienst; Klaus Wolter für 40 Jahre.

Samtgemeindebürgermeister René Weber dankte den Groß Oesinger Brandschützern in seinem Grußwort für ihren Dienst. Gemeindebürgermeister Jürgen Schulze zollte der Wehr für die hervorragende Jugendarbeit seinen Respekt und betonte, dass die Gemeinde für die „Kampfeinheit Groß Oesingen“ auch die Ausrüstung für den zweiten Kettensägenbediener beschaffen werde.

Von Hans-Jürgen Ollech

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