Fachausschuss empfiehlt Erschließung des neuen Baugebietes „Demoorweg“ / Lärmschutzwall zur Kreisstraße 7

45 neue Grundstücke für Wesendorf

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Die Skizze zeigt das neue Baugebiet „Demoorweg“, welches südlich an das Baugebiet Krötelberg angeschlossen werden soll. Insgesamt sollen etwa 45 neue Grundstücke entstehen.

Wesendorf. Die Gemeinde Wesendorf will weiter wachsen. Deswegen empfahl der Wesendorfer Bauausschuss am Montagabend in seiner Sitzung die Erschließung des neuen Baugebietes „Demoorweg“. Geplant ist damit der südliche Anschluss an das Baugebiet Krötelberg.

Derzeit gehört die zu beplanende Fläche noch einer Privatperson. Das Gebiet von insgesamt 30 000 Quadratmetern muss also noch von der Gemeinde gekauft werden.

Insgesamt etwa 45 neue Grundstücke sollen dann entstehen – so plant die Gemeinde. Wichtig sei dabei, so erläuterte Samtgemeindebürgermeister Walter Penshorn den Ausschussmitgliedern, dass eine vierreihige Bebauung möglich gemacht werde. Um die Nachfrage machen sich die Ausschussmitglieder keine Sorgen. „Die Nachfrage ist da. Wir sollten den Weg weiter beschreiten“, meinte dazu Holger Schulz (SPD) in der Sitzung. Er sieht die Erschließung als Fortführung des Gemeindeentwicklungskonzeptes.

Penshorn bestätigte den Anwesenden ebenfalls, dass die Nachfrage nach Baugrundstücken vorhanden sei. Er betonte auch, dass den zukünftigen Bauherren in der Gestaltung ihrer Häuser viel Handhabe gelassen werden solle. „Es ist eine Planung, die nun neue Chancen für die Zukunft öffnet“, merkte der Samtgemeindebürgermeister an.

Da das Gebiet östlich an die Kreisstraße 7 angrenzt, seien für die Umsetzung einer Wohnbebauung zwei Varianten denkbar: Eine erste Variante sehe eine Bebauung ohne Lärmschutzwall vor. Dann dürfe die Bebauung erst im Abstand von 130 Metern ab der K 7 beginnen. Hinzu komme eine zusätzliche Zwangsbelüftung für Räume bei 200 Metern. Mit dieser Variante können lediglich 29 Grundstücke entstehen.

Eine zweite Variante hält einen Lärmschutzwall vor. Das Wohnbaugebiet könnte dann direkt hinter der K 7 beginnen. 45 neue Grundstücke wären das Resultat dieser Variante, die von der Verwaltung favorisiert und empfohlen wird. Durch das Plangebiet verläuft aber auch die alte Bahntrasse, die mit Gehölzen bedeckt ist. Das Planungsbüro Schwerdt ermittelte, dass ein Eingriff in den Gehölzbestand einen Waldausgleich erforderlich machen würde. Eine Ausgleichsfläche könnte hinter dem Lärmschutz eingerichtet werden. Einen Vorteil sieht das Planungsbüro darin, dass auch bei Öffnung des Lärmschutzwalls eine Zu- und Abfahrt zur K 7 realisiert werden könnte. Des Weiteren befindet sich eine noch nicht untersuchte Altablagerung im Plangebiet. Das zeigen Karten des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie. Hier sollen nun zunächst Untersuchungen anlaufen, um eine gesunde Wohn- und Arbeitsatmosphäre zu garantieren.

Um die Erschließung des Baugebietes von der Ortslage her sicherzustellen, muss der derzeitige Wirtschaftsweg „Demoorweg“ mit einem Fuß- und Radweg in der erforderlichen Ausbaubreite mit Begegnungsverkehr ausgebaut werden. Dazu bekommt die Gemeinde einen 50-prozentigen EU-Zuschuss in Höhe von 18 907 Euro für die Erneuerung des Wirtschaftsweges auf einer Länge von etwa 270 Metern. Die Gemeinde erhält die Auszahlung dieser Zuwendung erst nach Abschluss des Projekts.

Von Maike Scholz

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