88 Feuerwehrmänner und -frauen der Samtgemeinden Hankensbüttel und Wesendorf trainieren für den Ernstfall

Extremsituation auf engstem Raum in Wahrenholz

Extreme Situationen standen bei der Feuerwehrübung in Wahrenholz bevor: In einem Brandsimulationscontainer übten 88 Einsatzkräfte für den Ernstfall.
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Extreme Situationen standen bei der Feuerwehrübung in Wahrenholz bevor: In einem Brandsimulationscontainer übten 88 Einsatzkräfte für den Ernstfall.

Wahrenholz – Für 88 Feuerwehrmänner und -frauen hieß es in Wahrenholz am Wochenende: Proben für den Ernstfall. In einem Container wurde ein Kellerbrand simuliert.

Der sogenannte Trailer, ein Sattelauflieger eines Lkw, sieht von außen her aus, als sei er ein ganz normaler Auflieger einer Spedition. Doch im Inneren ist er geradezu „die Hölle“, denn er ist zu einem Brandsimulationscontainer umgerüstet worden, und dient den Atemschutzgeräteträgern (AGT) der Freiwilligen Feuerwehren sowie den Berufsfeuerwehren als Ausbildungseinrichtung für den Ernstfall.

Seit mehr als 15 Jahren gibt es diesen Container, der für die Ausbildung von Atemschutzgeräteträgern zur Verfügung steht und von den Einsatzkräften alles abverlangt, sagt Olaf Seidel, Wesendorfs stellvertretender Gemeindebrandmeister.

Bei dieser zweitägigen Ausbildung waren nicht nur die entsprechenden Einsatzkräfte der Samtgemeinde Wesendorf, sondern auch die der Samtgemeinde Hankensbüttel dabei, sagt Seidel, „da wir diese herausfordernde Ausbildung in Kooperation organisiert haben“. Frauen und Männer, die es als ausgebildete AGT‘s in beiden Feuerwehren gibt, wurden dabei auf den Ernstfall vorbereitet.

Die AGT-Träger legten im Feuerwehrhaus im Wechsel ihre Geräte an, gingen nach einer Kontrolle über eine Leiter auf den Container, um dann aufgrund eines simulierten Kellerbrandes in den Container einzusteigen. Kaum über die Kellertreppe unten angekommen, spielte Einsatzleiter Matthias Ecke über sein Steuergerät die Brände ein und verwandelte den angenommenen Kellerbrand „zur Hölle“.

Mit Propangas wurden Situationen eingespielt, die von den AGT-Trupps alles abforderten, was im Rahmen des Löschangriffs möglich war. Dabei wurden die maximalen Belastungsgrenzen sowie auch die physischen Möglichkeiten vor Augen geführt. Maximal wurden 650 Grad Celsius Deckentemperatur erreicht, die auch die Schutzkleidung aushalten musste, sagte Seidel. Er erläuterte, dass die Schwerpunkte des „heißen“ Trainings unter anderem beim taktischen Vorgehen beim Innenangriff, realistische Ausbildung direkt am Feuer und beim Erkennen von Gefahrgutsituationen lag. Auch das Ergreifen der richtigen Maßnahme, das Erkennen von Belastungsgrenzen für die Einsatzkleidung und die Sicherung des Rückzugsweges waren gefragt. Der jeweilige Einsatz der AGT-Träger dauerte im Container zwischen 10 und 15 Minuten.

Neben der Ordnungsamtsleiterin der Samtgemeinde Wesendorf, Marion Gieselmann, überzeugten sich auch einige Ortsbrandmeister sowie der stellvertretende Kreisausbildungsleiter Dirk Wendlandt, von der Ausbildung und zollten den Einsatzkräften ihren Respekt.  oll

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