Samtgemeinde Wesendorf erwägt Umgestaltung des Mensabetriebs an der Oberschule

Essen aus dem Dampfgarer?

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Umstellung des Mensabetriebs? Steffen Bachert (2. v. r.) von der Firma Apetito erläuterte René Weber, Marion Gieselmann und Marc Bludau die Möglichkeiten.

Samtgemeinde Wesendorf – Wie könnte die Mensa an der Wesendorfer Oberschule in Zukunft aussehen? Mit dieser Fragestellung beschäftigte sich die Samtgemeinde Wesendorf jüngst.

Angeregt durch den Besuch der Eldinger Schulmensa wurden nämlich die Möglichkeiten einer Umstellung des Mensabetriebs mit Steffen Bachert von Apetito, der Firma, die auch die Eldinger Mensa betreibt, diskutiert.

„Der Trend geht glücklicherweise weg vom Fast Food hin zum Good Food“, erklärte Bachert. „Kinder – und natürlich auch Eltern – legen wieder mehr Wert auf gutes Essen. Es muss nur auch schnell gehen.“ Dies sei mit einer Umstellung des Mensabetriebs machbar: Anders als aktuell soll das Essen dann nicht mehr heiß angeliefert werden. Stattdessen wird es vorgegart und schockgefroren angeliefert und dann in einem Konvektomaten (Dampfgarer) gegart. „Dadurch können wir beispielsweise Gemüse in acht Minuten zubereiten“, sagte Bachert. „Und dann hat es auch noch Biss.“

Die Menüzusammenstellung erfolgt aus gut 500 Komponenten, bei denen die Schüler auch mitgestalten können, was sie lieber essen möchten.

Um die Umsetzbarkeit machte sich Bachert bei einer Besichtigung vor Ort keine Gedanken: „Die Räumlichkeiten passen, die Ausstattung ist auch schon super. Theoretisch könnten wir schon in wenigen Tagen anfangen.“ Ganz so schnell wird es nicht gehen, eine Umstellung könnte aber zum Schuljahreswechsel im Sommer erfolgen. Nötig wären eben der Dampfgarer sowie Kühlschränke. Die bestehenden könnten für diesen Zweck nicht genutzt werden. Die Geräte könne die Firma vermieten, wie Bachert versicherte.

Auch für die Grundschule am Lerchenberg könnte die Mensa genutzt werden. „Eventuell müssten die Kinder dann zeitlich versetzt essen, damit sie sich nicht ins Gehege kommen“, überlegte Samtgemeindebürgermeister René Weber. Ein Selbstbedienungsbuffet wie in Eldingen rechnet sich laut Bachert erst ab 60 bis 70 Kindern. So könne man bei einer Umstellung aber auch anfangs noch das jetzige Ausgabesystem beibehalten. Sowohl die Vertreter der Samtgemeindeverwaltung als auch Schulleiterin Katja Wölfer waren von dem Konzept für die Mensa sehr angetan.

VON DENNIS KLÜTING

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