Kleine Demo vor dem Wesendorfer Rathaus

„Kinder brauchen Kinder“

Mit Plakaten brachten Eltern vor dem Wesendorfer Rathaus ihren Unmut über die Einschränkungen zum Ausdruck
+
Eltern demonstrierten vor dem Wesendorfer Rathaus gegen Einschränkungen in Schulen und Kitas.
  • Dennis Klüting
    vonDennis Klüting
    schließen

Wesendorf – Eigentlich hatten Nicole Grein-Schöwing und Gerlinde David auf eine breitere Resonanz aus der Elternschaft gehofft, als sie in der vergangenen Woche vor dem Wesendorfer Rathaus protestierten. Mitstreiter fanden sich jedoch keine. Dennoch setzten sich die beiden Frauen für ihr Anliegen ein: die bedingungslose Öffnung von Kitas und Schulen.

„Wenn man sich gegen Corona-Maßnahmen ausspricht, wird man leider sehr schnell in eine gewisse Ecke gesteckt“, erklärte Gerlinde David im IK-Gespräch. „Wir sind aber keine Corona-Leugner! Diese furchtbare Krankheit wollen wir gar nicht bestreiten, wir finden nur die Maßnahmen unverhältnismäßig.“ Diese Auffassung teilt auch Grein-Schöwing. Die diplomierte Heilpädagogin ist überzeugt: „So kann es nicht weitergehen! Die Maßnahmen dauern schon viel zu lange an, das geht ganz klar zulasten der Kinder.“

Der lange Zeitraum, die häufige „On-Off-Situation“, das sei den Kindern gar nicht verständlich zu vermitteln. „Nur wenige qualifizieren sich für die Notbetreuung, nur wenige Kinder sind so in der Lage, mit ihren Freunden zu spielen“, führte Grein-Schöwing aus. Dieser Mangel an sozialen Kontakten sei schädlich für die Entwicklung der Kinder und „einfach nicht mehr tragbar“. Auch Regelungen an Schulen wie das dauerhafte Tragen von Masken und tägliche Tests seien eine Zumutung, die Unsicherheiten der Regelungen belasten die Familien. „Die Kinder haben keine Stimme, keine Fürsprecher“, so Grein-Schöwing. Daher wollen sie und David sich dafür einsetzen, dass die Kinder wieder frei spielen und sich entfalten können. „Wie lange soll denn das noch so weitergehen?“, fragt David. „Es reicht jetzt ganz einfach mal.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare