Längere Öffnungszeiten in der DRK-Kita in Ummern? Bedarf muss von Erziehungsberechtigten angegeben werden

„Eltern müssen sich outen“

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Soll es in der DRK-Kita in Ummern verlängerte Öffnungszeiten geben? Derzeit wird der Bedarf vom DRK-Kreisverband, der Samtgemeinde und der Kita-Leiterin nicht gesehen. Eltern sollten sich rühren und ihre Wünsche äußern, lautet der Appell.

Ummern. Gibt es Bedarf für längere Öffnungszeiten in der DRK-Kita in Ummern? Bei der Samtgemeinde ist das gerade kein Thema, in der Ummeraner Zukunftswerkstatt schon.

„Wir sollten die Eltern auffordern, initiativ zu werden, wenn sie ihr Kind auch nachmittags in die Kita in Ummern geben wollen“, sagte kürzlich Siegward Binkau von der Zukunftswerkstatt. Diese sei angesprochen worden, sich des Themas anzunehmen, doch Binkau sieht das problematisch: „So ein bisschen muss man auch die Eltern in die Verantwortung nehmen. Sie sollten der Kita-Leitung Rückmeldung geben, dass längere Öffnungszeiten gewünscht sind.“

„Vom Grundsatz her sind wir auf die Wünsche der Eltern eingerichtet“, sagt Stephan Klauert, Geschäftsleiter des DRK-Kreisverbandes Gifhorn. Eine gewisse Anzahl der Elternteile sei aber wichtig, denn Einzelfälle seien schwer abbildbar. Sollten aber mehrere Eltern verlängerte Öffnungszeiten wollen, „kann man dem Rechnung tragen und über Kosten sprechen“, meint Klauert im IK-Gespräch. Eine Planung für das jeweilige Kindergartenjahr zeige den Bedarf und die Anmeldezahlen. „Wenn Eltern einen höheren Bedarf sehen, müssen sie sich rühren. Eltern müssen sich outen“, erklärt der Geschäftsleiter und fügt an: „Wir sind flexibel aber immer im Rahmen der Möglichkeiten.“ Ausschlaggebend sei auch die Samtgemeinde, denn die Finanzierung müsse stehen.

Das sieht auch Samtgemeindebürgermeister Walter Penshorn so. „Anfang März haben wir mit den Kita-Leiterinnen zusammengesessen“, erklärt er auf IK-Anfrage. Von Karin Müller, der Einrichtungsleiterin in Ummern, sei angegeben worden, dass allen Wünschen Rechnung getragen worden sei. „Wir können nicht einzelfallbezogen agieren“, merkt Penshorn an. Bei einem tatsächlichen Bedarf, der von den Eltern deutlich gemacht wird, „können wir uns dem auch stellen“.

Den Bedarf sieht Karin Müller derzeit nicht: „Im letzten Jahr hatten wir eine Mutter, die längere Öffnungszeiten gewünscht hatte.“ Derzeit hat die Kita von 8.30 bis 13 Uhr geöffnet. 35 Kinder werden in zwei Gruppen (eine mit 25 und eine Kleingruppe mit zehn Kindern) betreut. Sollten Änderungen bei den Öffnungszeiten gewünscht sein, appelliert Müller, „dann müssen es die Eltern anmelden, sonst kann ich nichts installieren.“ Letztlich, so Müller, müssen es die Eltern bezahlen und „das darf man nicht vergessen“.

Von Maike Scholz

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