Reparatur der Gemeindeverbindungsstraße 10 / Ausbau wäre wegen des schwankenden Untergrundes zu teuer

Einwohner von Weißes Moor sind betroffen

+
Zwei Absackungen der Gemeindeverbindungsstraße 10 von Weißes Moor nach Wahrenholz sollen nun repariert werden.

Weißes Moor/Wahrenholz. Die Samtgemeinde Wesendorf repariert zwei Absackungen auf der Gemeindeverbindungsstraße 10 von Weißes Moor in Richtung Wahrenholz. Das befürworteten kürzlich die Bauausschussmitglieder der Samtgemeinde in ihrer Sitzung.

Die Reparaturen werden Kosten von insgesamt rund 12 000 Euro verursachen. Die Mittel werden im Nachtragshaushalt bereitgestellt.

„Die Straße hat große Schäden. Die Absackung an zwei Stellen ist sehr extrem“, erklärte der Ausschussvorsitzende Siegfried Weiß. Als Sofortmaßnahme soll die Höchstgeschwindigkeit dort auf 30 Stundenkilometer herabgesetzt und ein Gefahrenschild aufgestellt werden. Über die Straße laufe ein Großteil des VW-Werkverkehrs aus dem nordwestlichen Bereich des Landkreises Gifhorn. Deswegen sei die Reparatur unabdingbar, sagte Weiß.

Bereits im vergangenen Oktober hatte ein Ortstermin mit dem Straßenverkehrsamt des Landkreises stattgefunden. Das Ergebnis: eine streckenweise Geschwindigkeitsbegrenzung auf 60 Stundenkilometer. Zwischenzeitlich haben sich an den zwei Stellen die Absackungen aber noch verstärkt.

Herbert Pieper gab zwar zu, dass gehandelt werden müsse, doch das sei „wieder nur eine Notmaßnahme, wieder nur ein Flicken“, meinte er. Pieper sieht auch den Landkreis in der Pflicht. Samtgemeindebürgermeister Walter Penshorn erklärte, dass die Samtgemeinde beim Landkreis wegen einer Kostenübernahme nachgefragt habe. „Das Kernproblem ist, dass sich der Kreis zurückzieht, weil es eine Gemeindeverbindungsstraße und keine Kreisstraße ist“, warf Weiß ein.

Ein kompletter Ausbau sei nicht von der Samtgemeinde finanzierbar. „Die Ausbaukosten würden bei sieben bis neun Millionen Euro liegen“, meinte Penshorn. Das liege daran, dass die Straße auf Moor gebaut sei. Es könne deswegen immer wieder zu Absackungen kommen, daher lasse sich der Zustand auch nur schwer beheben. Laut Penshorn gibt es nur die Möglichkeiten, die Straße komplett auszubauen oder zu einem Wirtschaftsweg herabzustufen: „Und dann müssten die Anwohner Umwege fahren.“ In jedem Fall seien die Einwohner von Weißes Moor die Betroffenen, lautete Piepers Fazit.

Von Maike Scholz

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare