Ein Anbau für die Kita?

Einrichtung in Ummern ist am Ende der Kapazitäten

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Im Flur der DRK-Kita in Ummern wird gespielt oder gemalt. „Wir müssen den Platz nutzen“, so Einrichtungsleiterin Karin Müller.

Ummern – „Mehr als die 38 Kinder, die wir hier jetzt schon haben, kriege ich beim besten Willen nicht mehr unter“, sagte Karin Müller, Leiterin der DRK-Kindertagesstätte in Ummern. Und Bedarf sei vorhanden: „Ich musste schon mehreren Eltern absagen."

Mit dem neuen Baugebiet sei auch für die Zukunft mit einem Zuwachs an Anfragen zu rechnen. Daher soll nun ein rund 150 Quadratmeter großer Anbau angegangen werden.

Einige Kinder spielten gestern Vormittag im Flur, die meisten aber tobten sich im Bewegungsraum aus. Der Mitarbeiterraum wurde zu einem Ruheraum für die Kinder umfunktioniert. „Den Platz, den wir hier haben, stellen wir den Kindern zur Verfügung“, betonte Müller. Mit dem Anbau könnte eine Krippengruppe eingerichtet werden, was der Einrichtung zusätzliche Kapazitäten und Freiräume in der Gestaltung schaffen würde. In diesem Jahr könne außerdem die Einrichtung einer dritten Gruppe in der DRK-Kita in der Wesendorfer Oberschule für Entlastung sorgen. Müller würde dennoch gerne mehr Kapazitäten vor Ort anbieten können.

Der Rat der Gemeinde Ummern beschloss bei seiner Sitzung am Dienstagabend mehrheitlich, der Samtgemeinde die nötigen Grundstücke für Anbauten an die Kindertagesstätte und an die Feuerwehrhäuser in Ummern und Pollhöfen zur Verfügung zu stellen. Angedacht ist, die Kindertagesstätte in Richtung Feuerwehrgebäude mit einem 148 Quadratmeter großen Anbau zu versehen. Um den nötigen Platz zu gewinnen, sollen einige Spielgeräte auf den Spielplatz am Schießheim versetzt werden.

Tobias Heilmann (SPD) war mit dieser Lösung nicht zufrieden: „Das reicht doch nicht, wir sollten eine langfristige Planung anstoßen. Wir könnten besser ein neues Gelände für die Feuerwehr suchen und die Kita dann größer erweitern.“ Verwaltungsvertreter Marc Bludau widersprach: „Das ist kurzfristig gar nicht möglich, allein der entsprechende Bebauungsplan würde länger dauern.“ Auch finanziell sei eine solche Lösung gar nicht vergleichbar.

Bedenken äußerte auch Ralph Müller (FWGU). „Mir ist nicht wohl bei dem Gedanken, dass wir hier die Spielmöglichkeiten reduzieren. Wir haben im Dorfzentrum sonst nichts für die Kinder.“ Walter Meyer (SPD) zeigte sich zuversichtlicher: „Für die Kinder werden wir auch hier zentral noch eine Lösung finden. Wenn wir aber keine Spielgeräte abbauen, reicht der Platz für einen Anbau einfach nicht aus.“

VON DENNIS KLÜTING

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