„Eine Riesenüberraschung“

Bürgergemeinschaft Wahrenholz freut sich über „Mensch 2018“ und hat schon Pläne für das Preisgeld

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Da fiel die ganze Spannung ab, und das Team der Bürgergemeinschaft Wahrenholz ließ seiner Freude freien Lauf, als der Verein bei der Gala-Veranstaltung in der Wittinger Stadthalle zum Sieger erklärt wurde.

Wahrenholz. „Das war eine Riesenüberraschung“, sind sich Ursel Pape, ihr Mann Ernst und Verena Meyer einig. Mit einem Sieg bei der Verleihung des Ehrenamtspreises „Mensch 2018“ hatte keiner vom Team der Bürgergemeinschaft Wahrenholz wirklich gerechnet.

Als die Bürgergemeinschaft dann als Sieger ausgerufen wurde „fiel die ganze Spannung ab“, sagen alle drei. „Wir haben uns einfach nur gefreut. “ Das war zu hören, denn die Wahrenholzer brachen an ihrem Tisch in lauten Jubel aus.

„Es war eine tolle Veranstaltung: Der Ort, das Programm, das Essen – wirklich klasse“, betont Ursel Pape. Ernst Pape ergänzt: „Man fühlte sich einfach schon gewürdigt, wenn man zu dieser Gala eingeladen war, eine tolle Anerkennung.“ Auch die für die Gala erstellten Videos würden zu dem Gemeinschaftsgefühl in den Gruppen beitragen und die Motivation steigern. Und natürlich habe der Verein seit dem Gala-Abend zahlreiche Glückwünsche und viel Anerkennung erhalten.

Sowieso erfährt die Bürgergemeinschaft momentan viel positive Resonanz: „Seit September sind unsere Mitgliederzahlen von 90 auf 105 angestiegen“, sagt Ernst Pape. Seine Frau merkt an: „Seit die Leute an der Dorfmitte auch etwas sehen können.“ Dadurch, so die Vorsitzende, beschäftigen die Leute sich auch mit einem Thema, das sie sonst gern ausblenden würden: Altwerden. „Keiner will in ein Pflegeheim, und auch ein betreutes Wohnen lehnen viele ab. Was sich aber wirklich dahinter verbirgt, wie das funktioniert, wissen viele gar nicht.“ Mit der Verwaltung des Service-Wohnens in der neuen Dorfmitte will die Bürgergemeinschaft bei der Realisierung des Mottos „Ein Leben lang in Wahrenholz“ helfen.

Dabei kommen die 1.000 Euro Preisgeld, mit denen der „Mensch 2018“ dotiert war, sehr gelegen. „Ich könnte mir gut vorstellen, damit eine Kiste mit Betreuungsmaterial anzuschaffen“, sagt Ursel Pape. „Außerdem brauchen wir auch noch eine Internetseite, die will ja auch eingerichtet und gewartet werden.“ Ihr Mann Ernst ergänzt: „Und es soll ja auch ein ländliches Wohnen werden – wie man es hier eben kennt.“ Entsprechend soll das Service-Wohnen auch einen Hühner- oder Kaninchenstall bekommen. „Gebaut bekommen wir den bestimmt, es gibt ja doch ein paar alte Holzwürmer im Ort“, sagt Ursel Pape schmunzelnd. „Aber das Holz, das könnten wir damit vielleicht kaufen.“

Von Dennis Klüting

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