DRK-Kindergarten will sich in Zukunft auch um die Jüngsten kümmern / Flyer stellt das Konzept vor

Eine neue Familiengruppe in Ummern?

Das Bällebad findet in der Bewegungshalle des DRK-Kindergartens in Ummern reges Interesse und fördert die Bewegung der Jüngsten. Fotos: Scholz

Ummern. Es herrscht ein reges Treiben im DRK-Kindergarten in Ummern. „Heute wuseln nur 20 Kinder durch die Gruppe“, erzählt Sozialassistentin Sandra Hennig. Der geräumige Eingruppen-Kindergarten mit Bewegungshalle wurde 1993 auf dem damaligen alten Schulhof gebaut.

Sozialassistentin Irina Karlin bastelt mit den Kindern zum Thema Märchenwald.

Neuestes Projekt der Kita: die Einführung einer Familiengruppe. „Wir haben keine Krippe in Ummern, deswegen die Idee der Familiengruppe“, erklärt Leiterin Karin Müller. Dazu wurde extra ein Flyer entworfen, um Eltern einen Überblick über das Konzept der Familiengruppe zu verschaffen. Die Kita Ummern versteht die besondere Gruppe für Familien als eine Betreuungsgruppe, die altersübergreifend wirken soll und über die Krippen- und Hortgruppen hinausgehen möchte. Die Lebenssituation der Kinder stehe im Mittelpunkt, heißt es in dem bunten Flyer. Akzeptanz, Toleranz und Wertschätzung seien wichtige Werte, die die Kita in ihren Räumen vermitteln möchte.

„Die Familiengruppe würde dann im neuen Kita-Jahr angeboten werden“, sagt Hennig. Eine solche Gruppe bestehe aus fünf Kindern im Alter von eineinhalb bis drei Jahren und aus 13 Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren. Die bereits bestehende Kleingruppe aus 10 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren soll darüber hinaus Bestand haben.

Komme eine solche Familiengruppe zustande, dann werde sie von drei staatlich anerkannten Erziehern betreut. Anmelden können sich alle Interessierten direkt im Kindergarten in Ummern.

Vorteile der Familiengruppe: Die Kinder verbleiben länger in der Gruppe. Das fördert geschwister-ähnliche Verhältnisse und entwickelt ein langfristiges Gemeinschaftsgefühl. Außerdem, so gibt der Flyer an, befinden sich Kinder dann länger in einer ihnen vertrauten Umgebung und können Schritt für Schritt in ihre Rollen hineinwachsen. Vorteilhaft ist dabei auch, dass die Bezugsperson der Kinder nicht ständig wechselt.

Gerade in der Kita Ummern werden durch die Bewegungshalle verschiedene Entwicklungsreize gesetzt und Lern- und Nachahmungsmöglichkeiten gefördert. Die kleinere Anzahl an Kindern in der neuen Gruppe fördere die Individualität und stärke gleichzeitig eine frühe und stabile Selbstständigkeit. Ein kleiner Schritt sei bereits getan: „Ein extra Spielgerät wurde erst kürzlich im Garten aufgestellt“, berichtet Hennig mit dem Blick nach draußen.

Das Konzept setzt außerdem auf eine gute Zusammenarbeit mit den Eltern. Ein regelmäßiger Austausch sei wichtig, um die Entwicklung der Kinder optimal zu fördern.

Von Maike Scholz

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