Samtgemeindebürgermeister René Weber geht beim Neujahrsempfang im Rathaus auf das bislang Erreichte ein

„Ehrenamt macht reich an Menschlichkeit“

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Samtgemeindebürgermeister René Weber beleuchtete beim Neujahrsempfang am Samstag in seiner Rückschau sowie dem Ausblick alle zeitlich relevanten Bereiche von überregionaler und kommunalpolitischer Bedeutung.

Wesendorf. Mit dem Auftritt der Sternsinger der katholischen Kirchengemeinde Wittingen-Wesendorf begann am Samstag der Neujahrsempfang der Samtgemeinde Wesendorf im Rathaus.

Samtgemeindebürgermeister René Weber begrüßte mehr als 120 Gäste, darunter auch die Bundestagsabgeordnete Ingrid Pahlmann, die Landtagsabgeordnete Ingrid Klopp und Landrat Dr. Andreas Ebel (alle CDU).

Weber bezog sich auf 500 Jahre Reformation sowie Martin Luthers 95 Thesen. Der Samtgemeindebürgermeister verknüpfte mit der Reformation die christlichen Werte, die noch heute unser Menschenbild, unsere Kultur und auch unser Rechts- und Staatsverständnis prägen. Weber ging auf die terroristischen Anschläge in den vergangenen Jahren ein. Er forderte Staat und Gesellschaft auf, alles dafür zu tun, damit sich solche Angriffe auf die freie Gesellschaft nicht wiederholen.

Neben dem aktuellen Weltbild ging der Verwaltungschef auch auf das Erreichte in der Samtgemeinde ein. Er zeigte sich mit der Unterbringung und dem Umgang mit den Flüchtlingen zufrieden, lobte die Investitionen in den Schulen, der Feuerwehr und in die Infrastruktur sowie die gute finanzielle Aufstellung der Samtgemeinde und ihrer Mitgliedsgemeinden. Man bleibe schuldenfrei. „Wir alle sind dankbar für die Arbeit, die in den Vereinen und Organisationen unserer Samtgemeinde geleistet wird. Dahinter stehen Menschen, die sich dem Allgemeinwohl verpflichtet fühlen,“ betonte Weber. „Ehrenamt macht nicht reich an Geld, Ehrenamt macht reich an Menschlichkeit und Dankbarkeit.“

Landrat Ebel sagte: „Jedes Jahr bringt neue Ideen, neue Chancen und für viele damit auch ganz neue Perspektiven.“ Auch er sprach die Lage der Flüchtlinge an, deren Zahl derzeit bei 1697 Personen im Landkreis liege. Ab Januar seien noch einmal 1170 aufzunehmen. „Die Integration kann nur gelingen, wenn der Landkreis auf die gute und solidarische Hilfe und Zusammenarbeit der Samtgemeinden und Gemeinden weiterhin bauen kann.“ Der Landrat betonte mit Blick auf den Anschlag in Berlin, dass alles Erdenkliche getan werde, damit so etwas im Landkreis nicht passiere. Der Landkreis sei gut aufgestellt, bemühe sich um den Ausbau des Breitbandes, der E-Mobilität und der Infrastruktur. Zudem lobte der Landrat die Einführung des Bürgerbusses in der Samtgemeinde Wesendorf.

Musikalisch wurde der Neujahrsempfang vom Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Betzhorn sowie vom „Chor Melodie“ der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland unter Leitung von Maria Fischer gestaltet.

Der 1. stellvertretende Samtgemeindebürgermeister Herbert Pieper bedankte sich bei den Sternsingern, den Musikern und Sängerinnen sowie den freiwilligen Helfern der Verwaltung und lud zum Imbiss sowie angeregten Gesprächen ein.

Von Hans-Jürgen Ollech

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