Nächster Schritt beim Genehmigungsverfahren für Windpark

Ehra-Lessien: „Wir wollen sechs Windräder“

In der Gemarkung Ehra-Lessien soll ein Windpark mit sechs Anlagen entstehen. Ob das auch klappt, muss noch abgewartet werden. Denn ein Windrad ist im Moment nicht genehmigungsfähig.
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In der Gemarkung Ehra-Lessien soll ein Windpark mit sechs Anlagen entstehen. Ob das auch klappt, muss noch abgewartet werden. Denn ein Windrad ist im Moment nicht genehmigungsfähig.

Ehra-Lessien – Der Windpark in der Gemarkung Ehra-Lessien nimmt Formen an – zumindest formell. Nun wurde die Umweltverträglichkeitsprüfung für die sechs geplanten Anlagen abgeschlossen. Einwendungen gab es nach Ablauf der öffentlichen Auslegung keine.

Der nächste Schritt zur Realisierung ist damit getan.

Das Plangebiet befindet sich nördlich und südlich der Bundesstraße 248. Ehra liegt im Südwesten der vorgesehenen Fläche, die sich auf etwa 160 Hektar beläuft. Die Unterlagen sehen sechs Anlagen vor und auch die Gemeinde und der Betreiber hoffen darauf. Das sechste Windrad ist aber zum jetzigen Zeitpunkt nicht genehmigungsfähig (das IK berichtete). Es befindet sich am Rande des Sicherheitsbereichs des Flugkorridors der Bundeswehr. „In weiteren Gesprächen hoffen wir darauf, dass die sechste Anlage dann doch noch genehmigt wird“, erklärt Ehra-Lessiens Bürgermeister Jörg Böse. Den Windpark sieht er für die Gemeinde als große Chance, deshalb hofft er auf die volle Verwirklichung. „Wir arbeiten also weiter dran.“ Gespräche mit der Bundeswehr laufen.

Die Nabenhöhe der Anlagen soll sich auf 166 Meter belaufen. Die dazugehörenden Rotoren besitzen einen Durchmesser von 150 Meter beziehungsweise 135 Meter. Die Gesamthöhe der Anlagen wird am Ende bei 241 Metern beziehungsweise bei 234 Metern liegen.

„Frühe und offene Kommunitkation“

Allgemein ist die Stimmung rund um die Errichtung des Windparks in der Gemeinde ruhig. Es gab weder bei der Umweltverträglichkeitsprüfung, noch bei vorherigen öffentlichen Auslegungen Einwände. Böse sieht die frühe und offene Kommunikation als Grund. Die anfangs gegründete Bürgerinitiative hat sich wieder zurückgezogen. „Es herrscht ein Miteinander zwischen Flächeneigentümern und der Gemeinde“, erklärt der Bürgermeister. Auch das Bürgerwindrad würde die Einwohner mit einbeziehen. Erste Anfragen von Bürgern gab es bereits.

Für den Bau ist die Firma wpd zuständig. Das Plangebiet liegt in einem Netz von Feld- und Wirtschaftswegen, die vor allem durch landwirtschaftliche Geräte befahren werden. Diese sollen für den Bau der Anlagen genutzt werden. Es ist vorgesehen, dass die bestehenden Feldwege geschottert werden, eine komplette Versiegelung ist nicht geplant.

Wenn der Zeitplan sich umsetzen lässt, wird mit einer Genehmigung für die fünf Windräder im ersten Quartal 2021 gerechnet. Ende nächsten Jahres könnten dann schon die Baumaßnahmen beginnen. Bis dahin will die Gemeinde noch an der Genehmigung des sechsten Windrades arbeiten. VON HILKE BENTES

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