Wesendorf: Ehemaliger Spielplatz in der Parkstraße

Blühwiese statt möglichem Kita-Standort

Das ehemalige Spielplatzgelände in der Parkstraße in Wesendorf
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Der ehemalige Spielplatz in der Wesendorfer Parkstraße soll zu einer Blühwiese umfunktioniert werden.
  • Dennis Klüting
    vonDennis Klüting
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Wesendorf – Eine Kita auf dem ehemaligen Spielplatz an der Parkstraße in Wesendorf? Den Weg dazu wollte Ratsfrau Melanie Schulze (CDU) mit einem Antrag ebnen, mit dem sich der Gemeinderat am Dienstagabend beschäftigte. Er tagte, wie auch schon der Bauausschuss zuvor, im Rahmen einer öffentlichen Videokonferenz (siehe Infokasten).

Schulze erklärte, dass der Gemeinderat zwar beschlossen hatte, die Fläche zu einer Blühwiese umzuwandeln, jedoch würde dies eine Nutzung als Kita nicht ausschließen. „Auch eine Blühwiese ist nicht für immer, nach ein paar Jahren muss sie neu angelegt werden.“ Sie halte es für begrüßenswert, wenn die Gemeinde der Samtgemeinde mehrere Standorte für eine mögliche neue Kita anbieten könnte. „Zudem finde ich die Nähe zur Seniorenresidenz schön.“ Ihren Antrag begründete Schulze mit dem ständig steigenden Bedarf an Kita-Plätzen und der zentralen Lage des Grundstücks an der Parkstraße. Zudem könne es dann auch wieder seiner ursprünglichen Nutzung zugeführt werden: dass Kinder dort spielen.

Kritik: „Standort ist ungeeignet“

Andreas Hoffmann (SPD) hielt den Standort dagegen für weniger geeignet. „Die Kita Fuhrenmoor ist nur 150 Meter entfernt.“ Er befürchte eine Belastung der Anwohner durch zusätzlichen Verkehr, den er um Umfeld eines Pflegeheims nicht gern sehen würde. „Zudem haben wir ja im neuen Gebiet ‘Wesendorf Residenz’ ein Grundstück für eine neue Kita gesichert, das sollten wir der Samtgemeinde dann auch anbieten.“

Sein Parteikollege Siegfried Weiß pflichtete Hoffmann bei. „Der Investor hat den städtebaulichen Vertrag unterschrieben und uns damit ein Grundstück für eine Kita in dem neuen Gebiet zugesichert.“

Nachdem sich der Verwaltungsausschuss bereits einstimmig gegen Schulzes Antrag ausgesprochen hatte, fiel das Votum des Gemeinderates ähnlich aus: Lediglich Schulze befürwortete ihn, acht Ratsleute sprachen sich dagegen aus. Vier Christdemokraten enthielten sich der Abstimmung.

Schulze äußerte einen Wunsch, was die Lage des möglichen Kita-Grundstücks betraf: „Die neue Kita sollte möglichst am Rand des Gebiets liegen, damit auch die Anwohner des Magnolienrings ihre Kinder dort hinbringen können, ohne durch das ganze Gebiet zu fahren.“ Dies fand breite Zustimmung unter den Ratsmitgliedern, Bürgermeister Holger Schulz (SPD) bestätigte, dass ein am östlichen Rand gelegenes Grundstück als möglicher Kita-Standort ausgewählt werden soll.

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