Erneuerung des Wasserrads soll schon bis Juli abgeschlossen sein

Dreimal Fördergelder für die Wahrenholzer Mühle

+
Freuen sich über die Fördergelder für das neue Mühlrad: Wilhelm Warneboldt (l.), Vorsitzender der Mühlenfreunde, und Geschäftsführer Werner Potzratz. Sie haben direkt ein Schild über die Leadermittel angebracht.

Wahrenholz – Freude bei den Wahrenholzer Mühlenfreunden: Die Fördermittel für das neue Mühlrad sind zugesagt. Aber: Der dadurch vorgegebene zeitliche Rahmen ist knapp bemessen.

Die Mühlenfreunde stellen für die Maßnahme eigene Mittel von 40.000 Euro aus Rücklagen bereit, wie Geschäftsführer Werner Potratz erklärte.

Außerdem hat der Verein gleich drei Förderanträge gestellt und positive Rückmeldung erhalten:

  • Vom Amt für regionale Landesentwicklung kommen sie Mittel in Höhe von 100.000 Euro (Höchstsatz der möglichen Förderung).
  • Der Landkreis Gifhorn stellt eine Kofinanzierung über 25 000 Euro in Form von Leadermitteln bereit.
  • Die Kultur- und Sozialstiftung der Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg beteiligt sich mit 7.500 Euro.

Da die Leadermittel noch aus dem Fördertopf für 2018 kommen, wird als Stichtag für die Abrechnung der 31. Juli vorgegeben. „Das wird nicht einfach werden, das ist eine ganz schön knappe Sache“, sagte Potratz. Ziel sei es aber, die Maßnahme auch ohne eine Fristverlängerung abschließen zu können.

Für die Planung der Arbeiten galt die Vorgabe, dass mindestens drei Architekturbüros angeschrieben werden mussten. Die Ergebnisse liegen nun vor, der erste Auftrag kann nun erteilt werden.

Mit der Baumaßnahme soll auch die Wand zwischen Wasserrad und Mühlengebäude trockengelegt und isoliert werden, der Spritzschutz ist auch defekt. Daher müsse nun der Wasserlauf hinter der Spundwand abgesperrt werden. Dazu arbeiten die Mühlenfreunde eng mit dem Aller-Ohre-Verband zusammen.

Unterstützt werden sie auch von der Gemeinde Wahrenholz, wie Bürgermeister Herbert Pieper betonte. Er bedankte sich für das schon jahrelange Engagement, das historische Bauwerk zu erhalten. Die Gemeinde wolle für die Mühlenfreunde die Vorfinanzierung übernehmen und sich auch für die Bindefrist der Fördermittel verpflichten. Entsprechende Beschlüsse müsse der Gemeinderat aber noch treffen.

„Wichtig ist das neue Mühlrad auch für das Hochwasserkonzept“, erklärte Pieper. Denn dadurch könne der Kanal offen gehalten und Ise und Bruno entlastet werden.

1995 wurde das nun abgängige Mühlrad angeschafft – für 28.000 Mark. Für die Mühlenfreunde mit aktuell 89 Mitgliedern ist die Erneuerung nun die vierte große Maßnahme, nach dem Bau des Pultdachs und des Reinigungssteges in 2007, der Erneuerung der Fassade in 2009 und der Bekämpfung des Holzwurms in 2013.

Für den Erhalt des im Landkreis Gifhorn einzigartigen Bauwerks und die Ausrichtung des Mühlenfestes wünschen sich die Mühlenfreunde dringend Nachwuchs, wie Potratz betonte.

VON DENNIS KLÜTING

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare